!?! Aktionspreis !?!

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Heute habe ich die den Werbeprospekt eines großen Supermarktes aufgeschlagen. Eine Anzeige fiel mir gleich ins Auge: Es wurde Schweinefilet für 0,69 EUR pro 100 Gramm beworben. Dies macht einen Kilopreis von 6,90 EUR. Für jemanden, der sich auch einmal etwas gönnen will, ist dies ein unschlagbarer Preis. Doch was bedeutet „sich
etwas gönnen“ bei so einem Schweinefilet genau?
Welches Leben hatte das Schwein? Ein Tier, das mit uns unsere Erde bewohnt und für unsere Ernährung sein Leben opfert. Allerdings will jeder, der mit diesem Schwein zu tun hat, etwas verdienen. Der Schweinezüchter, der die Muttersauen hält und Ferkel an den Bauer verkauft. Der Bauer, der das Ferkel mästet. Der Futterhersteller für die Mischung des Mastfutters. Der LKW-Fahrer, der das Schwein mindestens zweimal auflädt und transportiert. Der Metzger, der das Schwein schlachtet und zerlegt. Und am Ende will auch noch der Supermarkt etwas verdienen. Ausserdem will der Hersteller der Verpackung etwas verdienen und obendrauf kommen auch noch Steuern, die der Staat bekommt.

Das Schwein wird üblicherweise nicht mit Geld entlohnt. Das einzige, was man dem Schwein innerhalb seines Lebens geben kann, ist eine artgerechte Haltung und Aufzucht. Jedes Glied in dieser Kette ist bei diesem „Aktionspreis“ angehalten so betriebswirtschaftlich wie möglich zu handeln. So wird die Muttersau vermutlich auf engstem Raum gehalten und das Schwein bekommt genau das Futter, das der Organismus am besten und am schnellsten in Fett und Gewicht umsetzt. Von der enormen Umweltbelastung durch diese Aufzuchtform will ich hier einmal nicht schreiben. Sonst wird der Beitrag zu lang.

Wenn Du mit diesem Wissen in den Supermarkt gehst, packst Du bestimmt nicht dieses Schweinefilet in Deinen Einkaufswagen. Da gönnst Du Dir eher etwas, wenn Du zum Metzger in Deinem Ort gehst und Dir dort nur die Menge an Fleisch kaufst, die Du wirklich brauchst. Der Metzger berät Dich auch noch und sagt Dir, von woher er das Fleisch bezieht. Womöglich gibt es einen Biobauern bei Dir in der Umgebung, der einen Hofladen betreibt.

Seit ich mir viel mehr Gedanken mache, wo ich die Dinge für das tägliche Leben kaufe, fallen mir immer mehr Firmen in meiner Umgebung auf. Kürzlich suchte ich nach Handtüchern. Ich gab fast die Suche auf, als ich die Firma Cotonea in Bempflingen fand (https://www.cotonea.de). Sie werben dafür, dass sie die gesamte Herstellungskette, von der Baumwolle bis zum Verkauf, kennen und unterstützen. So unterstützen und leiten sie Biolandbauprojekte für Baumwolle in Uganda und Kirgistan. Als Nebenprodukt, neben den Handtüchern und der Bekleidung, verkaufen sie auch Sesamöl. Der Sesam hierfür wurde als Zwischenfrucht auf den Baumwollfeldern angebaut. Das ist gelebte Gemeinschaft: Jeder unterstützt sich und achtet darauf, dass es allen gut geht.

Im Dezember letzten Jahres habe ich eine Führung in der Bäckerei Beck a Beck in Römerstein (http://www.beckabeck.de) gemacht. Ich hatte vor dieser Führung keine allzu großen Erwartungen. Vor der Besuchergruppe stand dann der Bäckermeister, Herr Heinrich Beck, der vor ca. 25 Jahren eine kleine Bäckerei von seinem Vater übernahm. Der Bäckermeister sprühte nur so vor Überzeugung und Hingabe zu seinem Tun. Mit eindrucksvollen Worten gewährte er uns einen Einblick, wie er seine Lieferanten und seine Kunden von seiner Idee überzeugte und nun eine Bäckerei mit 17 Filialen betreibt. Seine Überzeugung war es, die Landwirtschaft grundlegend wieder so zu ändern, dass sie zur Landschaft passte. In diesem Gebiet auf der Schwäbischen Alp sind die Felder sehr hügelig und steinig, aber fruchtbar. Er wagte das Experiment mit den Bauern, die alten Getreidesorten wieder in dieses Gebiet zu holen. Gleichzeitig stellten viele Bauern auf Biolandbau um. Im Gegenzug sicherte der Bäckermeister ihnen zu, das geerntete Getreide zu einem festen Preis abzunehmen. So hatten die Bauern Sicherheit und waren nicht an „Weltmarktpreise“ gebunden. Diese Symbiose, auch mit der örtlichen Mühle, klappt auch nur, weil die Kunden den etwas höheren Preis für die Waren bezahlen und somit die Wertschöpfung in ihrer Region behalten.

Ein weiteres Beispiel ist mein Shampoo. Als ich mir die Inhaltsstoffe dieses Shampoos, das ich schon sehr lange verwende, durchlas, wurde es mir ganz schwindelig. Da liest man dann so Sachen wie: Sodium Laureth Sulfate, Polyquaternium oder Ethoxydiglycol. Das sind Hilfsstoffe, die die Barrierefunktion der Haut schwächen und sich
negativ auf die Umwelt auswirken. Wenn man es genau nimmt sind das Stoffe, die das Shampoo schäumen lassen oder damit sich die Flüssigkeiten im Shampoo nicht trennen.
Auf der Suche bin ich auf Hersteller gestoßen, die diese Stoffe nicht verwenden. Und es gibt eine Reihe von Herstellern, auch hier in Deutschland. Dafür zahlt man zwar einen etwas höheren Preis. Aber dieser Preis ist mir gerade recht, um nicht große Konzerne zu unterstützen. Die kleinen Hersteller werben meist auch damit, dass ihre
Produkte in Deutschland hergestellt sind. Wie zum Beispiel Sonett (https://www.sonett.eu) oder auch Sante (https://www.sante.de). Du kannst übrigens auch die Inhaltsstoffe von sämtlichen Produkten auf Bedenklichkeit überprüfen. Die Internetseite http://www.codecheck.info hilft Dir dabei.

Mache Dir doch einmal Gedanken, welche alltäglichen Produkte Du aus Deinem Einkaufswagen durch hochwertige Produkte ersetzen kannst. Wenn ich einkaufe, hinterfrage ich sämtliche Schlagworte wie „Regionalität“, „Bio“, „Fairtrade“ oder „aus der Heimat“. Denn was bringt es, wenn der Tiroler Schinken nur in Tirol geräuchert wurde? Das Fleisch hierfür stammt aber aus ganz Europa. Für den Kunden ist es nicht mehr nachvollziehbar, wo es herkommt.

Seit ich mir über die Herkunft mehr Gedanken mache, sehe ich immer mehr Schilder am Straßanrand stehen, auf denen regional erzeugte Lebensmittel beworben werden. Damit kannst auch Du z. B. die Landwirtschaft in Deiner Region unterstützen und behältst die Wertschöpfung in Deiner Region (z.B. http://www.hecker-olching.de). Oder schließe Dich mit anderen Familien für eine Internetbestellung zusammen. So rechnet sich das Porto und der Paketbote muss nur einmal eine größere Lieferung übergeben.

Mache Deine Welt schöner und lebenswerter. Du hast es in der Hand!

Die Firmen, die ich in diesem Blogbeitrag erwähne, wissen nicht, dass ich für sie werbe. Ich bekomme somit auch keine Umsatzbeteiligung oder sonstige Vergütung. Solltest Du Dich in freien Stücken dazu entscheiden, bei ihnen etwas zu kaufen, freut es mich.

Ich hoffe, ich habe Dir mit diesem Beitrag einen Impuls für Dein Leben gegeben und freue mich über Deine Gedanken. Hinterlasse einen Kommentar oder schreibe mir einfach eine Mail.

 

Viele Grüße

 

Daniel

2 Kommentare
  1. Mirjam
    Mirjam says:

    Danke, Daniel, für deine wertvollen Gedanken. Wir einzelnen Menschen können gemeinsam unsere Gesellschaft lebenswerter machen! !
    Vielen Dank auch für die hilfreichen Links.

    Antworten
  2. Daniel
    Daniel says:

    Vielen Dank, wir freuen uns über jede Anerkennung unserer Arbeit. Und recht herzlichen Dank, dass Sie unsere Marke auch in Ihrem Beitrag erwähnt haben.
    Wir benötigen Kunden wie Sie, die uns aktiv empfehlen, denn nur so können wir den großen Unternehmen mit ihren üblen Machenschaften die Stirn bieten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Gebr. Elmer & Zweifel GmbH & Co. KG
    Vertriebsleitung
    http://www.Cotonea.de

    Antworten

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