Mut in bewegten Zeiten

Zur Zeit ist auf dieser Welt sehr sehr vieles in einer grandiosen Unordnung. Täglich stürmen Nachrichten von himmelschreienden Ungerechtigkeiten und – für meine Begriffe noch viel schlimmer – DUMMHEITEN, die die Menschheit begeht, auf uns ein.

Je mehr ich mich für Bewusstheit entscheide, um so mehr bekomme ich natürlich auch mit, was falsch läuft. Um so mehr sehe ich, wie wir täglich manipuliert werden und welche Spiele gespielt werden.

Wie nun halte ich die Balance zwischen dem Sehen von schlimmen Dingen, dem Erfahren von unguten Nachrichten und dem Wissen, dass manches sehr falsch läuft und der anderen Seite nicht zu verurteilen, nicht zu verzweifeln und keine Dauer-Schlechte-Laune zu bekommen?

Die gute Nachricht lautet: Es ist gar nicht so schwer, diese Balance zu finden.

Es gibt Vieles, sehr Vieles, was ich auf dieser Welt gerne ändern würde. Manche Dinge sind kleiner andere größer. Dass ich es ändern will, ist nur natürlich. Streben wir doch alle nach einem Zustand in dem es uns gut geht und wir in Frieden leben können.

Neulich habe ich mit einer Freundin telefoniert, die ebenso wie ich selbständig ist. Sie gestand mir (obwohl Ihr Vater auch noch Steuerberater ist), dass Sie echt ein Stress-Thema mit solchen Dingen wie Steuererklärung, Vorsteuer, Steuerrücklagen etc hat. Selbstverständlich möchte sie das ändern, denn wer hat schon gerne ein Thema mit der Steuer.

Oder ich selber. Ich bin sehr kritisch, was das Schulwesen angeht und habe meine liebe Not mit machen Dinge, unter anderem damit, was die neuesten Vorschläge der EU sind, was den Lehrplan für 3 – 16 Jährige angeht. Natürlich möchte ich das ändern! Am liebsten sofort!

Beide Themen sind aber nicht ganz so einfach zu ändern und meine Freundin und ich könnten verschiedene Reaktionsmöglichkeiten ausprobieren:

  • Wende ich z.B. die Vogel-Strauß-Taktik an, hoffe ich, dass der Kelch an mir vorübergeht und das Finanzamt mich vergisst bzw. meine Schule beschließt, den EU-Vorgaben zum Trotz beim alten Lehrplan zu bleiben.
  • Der Rebell würde aufs Finanzamt gehen und eine ordentliche Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen oder mit seinen Kindern gleich ins benachbarte Nicht-EU-Ausland auswandern.
  • Schließlich wäre es auch möglich mit Strategie, Mitstreitern und einen langem Atem über politische Wege die Steuergesetzgebung oder Lehrpläne zu ändern.

Alle diese Wege führen über das Außen, über die Anderen, über die Umstände und über die Gefühle von Wut, Ärger, Hoffnungslosigkeit, Machtlosigkeit.

Diese Wege sind in der Regel sehr anstrengend, aber sie sind uns sooooo vertraut. Deshalb vergessen wir, dass es einen leichteren Weg gibt. Er führt über das Innen.

Leichter geht es über Innen

Innen, in uns, da ist der Sitz unserer Überzeugungen, unserer Annahmen, unseres Grolls und des Stresses. Somit ist hier die Quelle für unsere Gefühle der Hoffnungslosigkeit und Frustration. Und da genau IN UNS diese Quelle ist, haben wir auch die Möglichkeit, diese Quelle mit etwas anderem sprudeln zu lassen. Es ist ein Bewusstseinsprozess zu erkennen, dass ich ICH es bin, die den Frust und Stress macht und dass somit ICH es bin, die mehr Leichtigkeit und Freude produzieren könnte.

Um beim Steuer-Beispiel meiner Freundin zu bleiben: Ich bin genau so selbständig wie sie und doch stresst mich das Thema Steuer nicht. Andersherum stresst sich meine Freundin kein bisschen in Sachen Lehrpläne.

Woran liegt das? Liegt das tatsächlich im Außen? An den Umständen? Es wäre ein Leichtes zu sagen, dass es daran läge. Doch meine Erfahrung sagt mir: Es liegt an unserer jeweiligen Einstellung, an unseren Grundüberzeugungen und Erfahrungen.

Die Technik für mehr Balance

Welches Thema triggert Dich so richtig? Wann wirst Du hoffnungslos oder frustriert?

Statt den Kopf in den Sand zu stecken, gehe in Dich. Suche die Stelle in Deinem Körper, an dem Du das Gefühl am allermeisten spürst. Dort ist die Quelle für Deinen Missmut. Sieh ihn Dir an und dann kommt der wichtige Moment:

Genau jetzt kannst Du entscheiden, dass Du etwas anderes wichtiger findest, als den Missmut.

Entscheide Dich dafür:

  • was Du in der Welt sehen willst.
  • Richte Deine Aufmerksamkeit auf den Wandel, auf das, was Dir gefällt.
  • Denn so wird eine Energie in Dir sein, die genau DAS in Dein Leben zieht.

Es gibt dazu ein Gleichnis aus dem Reich der Indianer

Ein alter Indianer saß am Lagerfeuer und erzählte seinem Enkel folgende Begebenheit:
„Weißt Du, wie es manchmal in mir aussieht? Es ist, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden.

Der eine ist rachsüchtig, destruktiv und gewaltvoll. Er ist der Neid, die Eifersucht, die Vorurteile, der Zorn und die Lügen. Der andere ist sanft, liebevoll und wohlwollend. Er ist die Liebe, die Güte, die Nachsicht, die Heiterkeit, das Mitgefühl und die Aufrichtigkeit. Und der Wolf der gewinnt, wird bestimmen, wie ich mich fühle.“
„Und, Großvater, welcher der beiden Wölfe wird den Kampf gewinnen?“, fragte der Enkel. Daraufhin antwortete ihm sein Großvater: „Es wird immer der Wolf gewinnen, den ich füttere.“

Dieses Gleichnis zeigt auf, dass es in uns immer verschiedene Regungen und Gefühle geben wird, aber dass wir selber entscheiden können, welchem wir Kraft geben. Probier‘s aus!

Die rosarote Brille

Ich habe hier noch einen Tipp von mir. Als ich begann diese Technik auszuprobieren, gab es oft eine innere Stimme in mir, die gesagt hat: „Das kannst Du doch nicht einfach machen. Das ist Verdrängung! Das ist ja New-Age-Rosa-Brille-Denken! Pfffft, voll feige.“

Falls Deine innere Stimme auch solche Sprüche auf Lager hat, dann habe ich hier gleich das Gegenmittel für Dich:

Es geht nicht darum, die Dinge NICHT MEHR zu sehen – das wäre ja die Vogel-Strauß-Taktik. Es geht darum Deine Aufmerksamkeit darauf zu richten, was Du gerne in Deinem Leben hättest. Es gibt nämlich das universelle Gesetz der Resonanz. Das bedeutet, dass das, was Du aussendest und visualisierst, das geht mit Dir in Resonanz und tritt somit verstärkt in Dein Leben.

Bares Geld sparen

Und dann kann es Dir durchaus passieren, dass ein Anruf beim Ordnungsamt genügt, um Dir 115,- EUR zu sparen. Das ist mir passiert, vergangenen Mittwoch.

Ich habe meine Aufmerksamkeit nicht darauf gerichtet, dass ich die Rechnung nicht bezahlen will, sondern ich habe meine Aufmerksamkeit darauf gerichtet, welchen Betrag ich mit Freude bereit bin zu bezahlen. Und es hat funktioniert. Am Freitag lag der neue,reduzierte Bescheid in meinem Briefkasten. Und das Telefonat mit dem Stadtbeamten war zudem richtig fröhlich. Er verabschiedete sich mit den Worten: „Frau Heidtmann, da haben wir ja jetzt eine Win-Win-Situation.“ Großartig, und er hatte dieses Gefühl, obwohl er mir gerade 115,- EUR Rabatt gegeben hatte.

Was ist eigentlich sonst noch möglich?

Ganz ganz viel Freude beim Neue-Gedanken-Kreieren

Stefanie

P.S.: Wenn Du gerne Unterstützung hättest bei dieser Art des Umdenkens, dann schau Dir mal die Impulstage an. In diesen Wokshops beschäftigen wir uns genau mit solchen genialen neuen Techniken. Mach mit!