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Und wenn Du glaubst es geht nicht mehr ...

Zuversicht – hausgemacht

Würdest Du manchmal gerne wesentlich optimistischer in die Zukunft sehen, als Du es tust? Lockerer und zuversichtlicher sein? Weniger kontrollieren und mehr leben? Lies‘ diese Geschichte von mir und Du bekommst einen Weg gezeigt, wie Dir das gelingen kann!

„Wie kannst du eigentlich so entspannt bleiben, bei all den Unwägbarkeiten in Deinem Leben gerade?“ fragte mich neulich ein Freundin.

Wir hatten die Eigenbedarfskündigung unserer Wohnung an der Backe und die zugehörige Räumungsklage des Vermieters war bereits vom Gericht zugelassen worden.

Es war also nicht klar wann und ob wir ausziehen (müssen). Es hing davon ab, wem vor Gericht Recht zugesprochen wird. Und selbst wenn ich Recht bekommen sollte, dass man mir nicht einfach so die Wohnung unter meinem Hintern wegkündigen kann, würde ich denn dann bei all den Querelen in diesem Haus überhaupt wohnen bleiben wollen? Oben drauf kamen in den letzten Wochen nämlich noch ein paar sehr unschöne Entmietungsaktionen seitens der Vermieter.

Alles in allem eine unbequeme und vor allem ungewisse Situation. Zumal bei einem möglichen Umzug von mir ja noch zwei Schulkinder und eine Praxis mit dran hängen.

Natürlich machte ich mir sehr viele Gedanken in der Zeit und sprach mit meinem Partner, den Kindern und auch dem Vater der Kinder. Wir wägten mögliche Umzugsziele ab und die Option, wie es wäre, zu bleiben.

Für meine Freunde war es nur schwer zu ertragen. „Hast Du denn schon eine neue Wohnung?“, „Was sagt der Mieterbund dazu?“, „Und was wäre mit der Praxis, wenn Du umziehst?“, „Gibt es Neuigkeiten vom Gericht?“. Dieser ganze Zustand, in dem nichts klar oder absehbar war, währte fast 8 Wochen.

Doch in Gegensatz zum einem Umfeld, das zum Teil regelrecht litt unter der Unklarheit, war ich entspannt und frohen Mutes – trotz der Unwägbarkeiten.

Warum konnte ich so locker bleiben?

Meine Gelassenheit kam aus der Zuversicht, dass alles gut werden wird.

In mir war immer die Gewissheit, dass sich alles zum Guten wenden und lösen wird, ganz gemäß dem Satz: Es ist gut, wenn es vorbei ist und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht vorbei.

„Schön und gut,“ denkst Du Dir vielleicht jetzt „ist ja ganz nett, dass die Stefanie so ein niedlicher Wonneproppen ist, aber wie bitteschön soll ich das hinbekommen? Schließlich bin ich nicht so ein optimistischer Typ und außerdem hatte ich die härtere Kindheit.“.

Ich verrate es Dir.

Der Schlüssel

Der Schlüssel ist – taataaataaataaaaaa:

Vertraue Dir selber!

Öha!
Lass‘ mich es Dir noch etwas genauer erklären:

Leider neigen wir dazu unsere Wahrnehmungen und Gefühle an denen der anderen zu messen. Schließlich lernen wir von klein auf, dass es immer einen gibt, der am besten ist und einen Loser. “Orientiere Dich am Gewinner, das kann so falsch nicht sein“, ist das Muster dahinter. Solange wir das tun, wenn es um das Ankreuzen von stupiden Multiple-Choice-Prüfungen geht, mag das einigermaßen zielführend sein. Sobald es aber um Dich als Mensch geht, ist das eine weniger gute Idee. Denn Du bist einzigartig und Deine Wahrnehmung ist einzigartig und Deine Wahrheit ist einzigartig.
Wenn Du nun also anderen statt Dir selber zuhörst, dann kann das dazu führen, dass Du sehr verwirrt bist, weil Deine innere Stimme Dir etwas anderes erzählt als all‘ die äußeren Marktschreier, die um Deine Aufmerksamkeit heischen.

In meinem Fall haben die Stimmen in meinem Umfeld Dinge gesagt wie: „Man muss doch wissen, wo man in 2 Monaten wohnen wird.“, „Aber dann müsstest Du ja die Praxis umziehen.“, „Ja aber dann reißt Du ja die Kinder aus dem Umfeld.“, oder „Das ist alles so unfair und traurig, da wird man ja ganz depri.“.

Ok, ich hatte die Wahl: Steige ich ein in dieses Feld aus Projektionen, Annahmen und miesen Gedanken
oder
bleibe ich bei mir, zentriert und wach und fühle, was es für den Moment braucht?

Wach, zentriert und im Gefühl für den Moment

Und ich kann Dir verraten, dass es eine gute Wahl war, mich für die zweite Variante zu entscheiden. Denn so war mir immer bewusst, was ich tun sollte, wann was dran war. Natürlich hätte ich mir auch manchmal mehr Klarheit gewünscht. Aber es war nicht so, dass ich mich von der Unklarheit hätte verunsichern lassen, denn ich wusste: Mein Bauch weiß, wann was dran ist und wann es welchen Schritt zu tun gilt.
Verrückt war, dass es eine ganze Weile gar nichts zu tun gab. Einfach nur warten. Wer kann das heute noch in einer Welt von Kontrolle, Wachstum, Geschwindigkeit und ständigem Online-Sein?

Meine Empfehlung:

Werde Dir bewusst, dass es in Dir eine Weisheit gibt, welche ihre eigene Geschwindigkeit hat. Halte inne und höre auf diese Weisheit. Und fang HEUTE damit an, damit wenn die großen Herausforderungen kommen, Du schon in der Lage bist, ihr zuzuhören.

Und dann ist es passiert:
Wir hatten die Fühler schon in gaaaanz viele Richtungen ausgestreckt, als uns das Haus in Utting gefunden hat. Ich kann es nicht anders sagen. Denn ich habe nicht aktiv in dieser Richtung gesucht, hegte ich doch einen gewissen Zweifel, dass es in diesem Bereich Bayerns für mich erschwingliche Immobilien gäbe. Gefehlt! Es gibt sie und sie hat sich gezeigt und nun dürfen wir dort einziehen.

Ich wusste es immer. Ich könnte nicht behaupten, dass ich wusste, dass wir nach Utting ziehen werden. Aber ich wusste: Da draußen wartet was auf Dich. Und es wird gut werden. Bleibe im Vertrauen auf Dich.

Und das ist mein Wunsch für Dich:

Bleibe auch Du immer mehr und immer öfters im Trauen auf Dich selber. DU weißt was gut für Dich ist. Lass‘ es Dir nicht von anderen sagen. Und je öfters Du Dir das bewusst machst und Du danach lebst, um so fester wird Deine Lebensüberzeugung, dass Du genau spürst, wann welcher Schritt dran ist.

Versprochen!

Alles Liebe
Stefanie

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Mut in bewegten Zeiten

Zur Zeit ist auf dieser Welt sehr sehr vieles in einer grandiosen Unordnung. Täglich stürmen Nachrichten von himmelschreienden Ungerechtigkeiten und – für meine Begriffe noch viel schlimmer – DUMMHEITEN, die die Menschheit begeht, auf uns ein.

Je mehr ich mich für Bewusstheit entscheide, um so mehr bekomme ich natürlich auch mit, was falsch läuft. Um so mehr sehe ich, wie wir täglich manipuliert werden und welche Spiele gespielt werden.

Wie nun halte ich die Balance zwischen dem Sehen von schlimmen Dingen, dem Erfahren von unguten Nachrichten und dem Wissen, dass manches sehr falsch läuft und der anderen Seite nicht zu verurteilen, nicht zu verzweifeln und keine Dauer-Schlechte-Laune zu bekommen?

Die gute Nachricht lautet: Es ist gar nicht so schwer, diese Balance zu finden.

Es gibt Vieles, sehr Vieles, was ich auf dieser Welt gerne ändern würde. Manche Dinge sind kleiner andere größer. Dass ich es ändern will, ist nur natürlich. Streben wir doch alle nach einem Zustand in dem es uns gut geht und wir in Frieden leben können.

Neulich habe ich mit einer Freundin telefoniert, die ebenso wie ich selbständig ist. Sie gestand mir (obwohl Ihr Vater auch noch Steuerberater ist), dass Sie echt ein Stress-Thema mit solchen Dingen wie Steuererklärung, Vorsteuer, Steuerrücklagen etc hat. Selbstverständlich möchte sie das ändern, denn wer hat schon gerne ein Thema mit der Steuer.

Oder ich selber. Ich bin sehr kritisch, was das Schulwesen angeht und habe meine liebe Not mit machen Dinge, unter anderem damit, was die neuesten Vorschläge der EU sind, was den Lehrplan für 3 – 16 Jährige angeht. Natürlich möchte ich das ändern! Am liebsten sofort!

Beide Themen sind aber nicht ganz so einfach zu ändern und meine Freundin und ich könnten verschiedene Reaktionsmöglichkeiten ausprobieren:

  • Wende ich z.B. die Vogel-Strauß-Taktik an, hoffe ich, dass der Kelch an mir vorübergeht und das Finanzamt mich vergisst bzw. meine Schule beschließt, den EU-Vorgaben zum Trotz beim alten Lehrplan zu bleiben.
  • Der Rebell würde aufs Finanzamt gehen und eine ordentliche Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen oder mit seinen Kindern gleich ins benachbarte Nicht-EU-Ausland auswandern.
  • Schließlich wäre es auch möglich mit Strategie, Mitstreitern und einen langem Atem über politische Wege die Steuergesetzgebung oder Lehrpläne zu ändern.

Alle diese Wege führen über das Außen, über die Anderen, über die Umstände und über die Gefühle von Wut, Ärger, Hoffnungslosigkeit, Machtlosigkeit.

Diese Wege sind in der Regel sehr anstrengend, aber sie sind uns sooooo vertraut. Deshalb vergessen wir, dass es einen leichteren Weg gibt. Er führt über das Innen.

Leichter geht es über Innen

Innen, in uns, da ist der Sitz unserer Überzeugungen, unserer Annahmen, unseres Grolls und des Stresses. Somit ist hier die Quelle für unsere Gefühle der Hoffnungslosigkeit und Frustration. Und da genau IN UNS diese Quelle ist, haben wir auch die Möglichkeit, diese Quelle mit etwas anderem sprudeln zu lassen. Es ist ein Bewusstseinsprozess zu erkennen, dass ich ICH es bin, die den Frust und Stress macht und dass somit ICH es bin, die mehr Leichtigkeit und Freude produzieren könnte.

Um beim Steuer-Beispiel meiner Freundin zu bleiben: Ich bin genau so selbständig wie sie und doch stresst mich das Thema Steuer nicht. Andersherum stresst sich meine Freundin kein bisschen in Sachen Lehrpläne.

Woran liegt das? Liegt das tatsächlich im Außen? An den Umständen? Es wäre ein Leichtes zu sagen, dass es daran läge. Doch meine Erfahrung sagt mir: Es liegt an unserer jeweiligen Einstellung, an unseren Grundüberzeugungen und Erfahrungen.

Die Technik für mehr Balance

Welches Thema triggert Dich so richtig? Wann wirst Du hoffnungslos oder frustriert?

Statt den Kopf in den Sand zu stecken, gehe in Dich. Suche die Stelle in Deinem Körper, an dem Du das Gefühl am allermeisten spürst. Dort ist die Quelle für Deinen Missmut. Sieh ihn Dir an und dann kommt der wichtige Moment:

Genau jetzt kannst Du entscheiden, dass Du etwas anderes wichtiger findest, als den Missmut.

Entscheide Dich dafür:

  • was Du in der Welt sehen willst.
  • Richte Deine Aufmerksamkeit auf den Wandel, auf das, was Dir gefällt.
  • Denn so wird eine Energie in Dir sein, die genau DAS in Dein Leben zieht.

Es gibt dazu ein Gleichnis aus dem Reich der Indianer

Ein alter Indianer saß am Lagerfeuer und erzählte seinem Enkel folgende Begebenheit:
„Weißt Du, wie es manchmal in mir aussieht? Es ist, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden.

Der eine ist rachsüchtig, destruktiv und gewaltvoll. Er ist der Neid, die Eifersucht, die Vorurteile, der Zorn und die Lügen. Der andere ist sanft, liebevoll und wohlwollend. Er ist die Liebe, die Güte, die Nachsicht, die Heiterkeit, das Mitgefühl und die Aufrichtigkeit. Und der Wolf der gewinnt, wird bestimmen, wie ich mich fühle.“
„Und, Großvater, welcher der beiden Wölfe wird den Kampf gewinnen?“, fragte der Enkel. Daraufhin antwortete ihm sein Großvater: „Es wird immer der Wolf gewinnen, den ich füttere.“

Dieses Gleichnis zeigt auf, dass es in uns immer verschiedene Regungen und Gefühle geben wird, aber dass wir selber entscheiden können, welchem wir Kraft geben. Probier‘s aus!

Die rosarote Brille

Ich habe hier noch einen Tipp von mir. Als ich begann diese Technik auszuprobieren, gab es oft eine innere Stimme in mir, die gesagt hat: „Das kannst Du doch nicht einfach machen. Das ist Verdrängung! Das ist ja New-Age-Rosa-Brille-Denken! Pfffft, voll feige.“

Falls Deine innere Stimme auch solche Sprüche auf Lager hat, dann habe ich hier gleich das Gegenmittel für Dich:

Es geht nicht darum, die Dinge NICHT MEHR zu sehen – das wäre ja die Vogel-Strauß-Taktik. Es geht darum Deine Aufmerksamkeit darauf zu richten, was Du gerne in Deinem Leben hättest. Es gibt nämlich das universelle Gesetz der Resonanz. Das bedeutet, dass das, was Du aussendest und visualisierst, das geht mit Dir in Resonanz und tritt somit verstärkt in Dein Leben.

Bares Geld sparen

Und dann kann es Dir durchaus passieren, dass ein Anruf beim Ordnungsamt genügt, um Dir 115,- EUR zu sparen. Das ist mir passiert, vergangenen Mittwoch.

Ich habe meine Aufmerksamkeit nicht darauf gerichtet, dass ich die Rechnung nicht bezahlen will, sondern ich habe meine Aufmerksamkeit darauf gerichtet, welchen Betrag ich mit Freude bereit bin zu bezahlen. Und es hat funktioniert. Am Freitag lag der neue,reduzierte Bescheid in meinem Briefkasten. Und das Telefonat mit dem Stadtbeamten war zudem richtig fröhlich. Er verabschiedete sich mit den Worten: „Frau Heidtmann, da haben wir ja jetzt eine Win-Win-Situation.“ Großartig, und er hatte dieses Gefühl, obwohl er mir gerade 115,- EUR Rabatt gegeben hatte.

Was ist eigentlich sonst noch möglich?

Ganz ganz viel Freude beim Neue-Gedanken-Kreieren

Stefanie

P.S.: Wenn Du gerne Unterstützung hättest bei dieser Art des Umdenkens, dann schau Dir mal die Impulstage an. In diesen Wokshops beschäftigen wir uns genau mit solchen genialen neuen Techniken. Mach mit!

!?! Aktionspreis !?!

Heute habe ich die den Werbeprospekt eines großen Supermarktes aufgeschlagen. Eine Anzeige fiel mir gleich ins Auge: Es wurde Schweinefilet für 0,69 EUR pro 100 Gramm beworben. Dies macht einen Kilopreis von 6,90 EUR. Für jemanden, der sich auch einmal etwas gönnen will, ist dies ein unschlagbarer Preis. Doch was bedeutet „sich
etwas gönnen“ bei so einem Schweinefilet genau?
Welches Leben hatte das Schwein? Ein Tier, das mit uns unsere Erde bewohnt und für unsere Ernährung sein Leben opfert. Allerdings will jeder, der mit diesem Schwein zu tun hat, etwas verdienen. Der Schweinezüchter, der die Muttersauen hält und Ferkel an den Bauer verkauft. Der Bauer, der das Ferkel mästet. Der Futterhersteller für die Mischung des Mastfutters. Der LKW-Fahrer, der das Schwein mindestens zweimal auflädt und transportiert. Der Metzger, der das Schwein schlachtet und zerlegt. Und am Ende will auch noch der Supermarkt etwas verdienen. Ausserdem will der Hersteller der Verpackung etwas verdienen und obendrauf kommen auch noch Steuern, die der Staat bekommt.

Das Schwein wird üblicherweise nicht mit Geld entlohnt. Das einzige, was man dem Schwein innerhalb seines Lebens geben kann, ist eine artgerechte Haltung und Aufzucht. Jedes Glied in dieser Kette ist bei diesem „Aktionspreis“ angehalten so betriebswirtschaftlich wie möglich zu handeln. So wird die Muttersau vermutlich auf engstem Raum gehalten und das Schwein bekommt genau das Futter, das der Organismus am besten und am schnellsten in Fett und Gewicht umsetzt. Von der enormen Umweltbelastung durch diese Aufzuchtform will ich hier einmal nicht schreiben. Sonst wird der Beitrag zu lang.

Wenn Du mit diesem Wissen in den Supermarkt gehst, packst Du bestimmt nicht dieses Schweinefilet in Deinen Einkaufswagen. Da gönnst Du Dir eher etwas, wenn Du zum Metzger in Deinem Ort gehst und Dir dort nur die Menge an Fleisch kaufst, die Du wirklich brauchst. Der Metzger berät Dich auch noch und sagt Dir, von woher er das Fleisch bezieht. Womöglich gibt es einen Biobauern bei Dir in der Umgebung, der einen Hofladen betreibt.

Seit ich mir viel mehr Gedanken mache, wo ich die Dinge für das tägliche Leben kaufe, fallen mir immer mehr Firmen in meiner Umgebung auf. Kürzlich suchte ich nach Handtüchern. Ich gab fast die Suche auf, als ich die Firma Cotonea in Bempflingen fand (https://www.cotonea.de). Sie werben dafür, dass sie die gesamte Herstellungskette, von der Baumwolle bis zum Verkauf, kennen und unterstützen. So unterstützen und leiten sie Biolandbauprojekte für Baumwolle in Uganda und Kirgistan. Als Nebenprodukt, neben den Handtüchern und der Bekleidung, verkaufen sie auch Sesamöl. Der Sesam hierfür wurde als Zwischenfrucht auf den Baumwollfeldern angebaut. Das ist gelebte Gemeinschaft: Jeder unterstützt sich und achtet darauf, dass es allen gut geht.

Im Dezember letzten Jahres habe ich eine Führung in der Bäckerei Beck a Beck in Römerstein (http://www.beckabeck.de) gemacht. Ich hatte vor dieser Führung keine allzu großen Erwartungen. Vor der Besuchergruppe stand dann der Bäckermeister, Herr Heinrich Beck, der vor ca. 25 Jahren eine kleine Bäckerei von seinem Vater übernahm. Der Bäckermeister sprühte nur so vor Überzeugung und Hingabe zu seinem Tun. Mit eindrucksvollen Worten gewährte er uns einen Einblick, wie er seine Lieferanten und seine Kunden von seiner Idee überzeugte und nun eine Bäckerei mit 17 Filialen betreibt. Seine Überzeugung war es, die Landwirtschaft grundlegend wieder so zu ändern, dass sie zur Landschaft passte. In diesem Gebiet auf der Schwäbischen Alp sind die Felder sehr hügelig und steinig, aber fruchtbar. Er wagte das Experiment mit den Bauern, die alten Getreidesorten wieder in dieses Gebiet zu holen. Gleichzeitig stellten viele Bauern auf Biolandbau um. Im Gegenzug sicherte der Bäckermeister ihnen zu, das geerntete Getreide zu einem festen Preis abzunehmen. So hatten die Bauern Sicherheit und waren nicht an „Weltmarktpreise“ gebunden. Diese Symbiose, auch mit der örtlichen Mühle, klappt auch nur, weil die Kunden den etwas höheren Preis für die Waren bezahlen und somit die Wertschöpfung in ihrer Region behalten.

Ein weiteres Beispiel ist mein Shampoo. Als ich mir die Inhaltsstoffe dieses Shampoos, das ich schon sehr lange verwende, durchlas, wurde es mir ganz schwindelig. Da liest man dann so Sachen wie: Sodium Laureth Sulfate, Polyquaternium oder Ethoxydiglycol. Das sind Hilfsstoffe, die die Barrierefunktion der Haut schwächen und sich
negativ auf die Umwelt auswirken. Wenn man es genau nimmt sind das Stoffe, die das Shampoo schäumen lassen oder damit sich die Flüssigkeiten im Shampoo nicht trennen.
Auf der Suche bin ich auf Hersteller gestoßen, die diese Stoffe nicht verwenden. Und es gibt eine Reihe von Herstellern, auch hier in Deutschland. Dafür zahlt man zwar einen etwas höheren Preis. Aber dieser Preis ist mir gerade recht, um nicht große Konzerne zu unterstützen. Die kleinen Hersteller werben meist auch damit, dass ihre
Produkte in Deutschland hergestellt sind. Wie zum Beispiel Sonett (https://www.sonett.eu) oder auch Sante (https://www.sante.de). Du kannst übrigens auch die Inhaltsstoffe von sämtlichen Produkten auf Bedenklichkeit überprüfen. Die Internetseite http://www.codecheck.info hilft Dir dabei.

Mache Dir doch einmal Gedanken, welche alltäglichen Produkte Du aus Deinem Einkaufswagen durch hochwertige Produkte ersetzen kannst. Wenn ich einkaufe, hinterfrage ich sämtliche Schlagworte wie „Regionalität“, „Bio“, „Fairtrade“ oder „aus der Heimat“. Denn was bringt es, wenn der Tiroler Schinken nur in Tirol geräuchert wurde? Das Fleisch hierfür stammt aber aus ganz Europa. Für den Kunden ist es nicht mehr nachvollziehbar, wo es herkommt.

Seit ich mir über die Herkunft mehr Gedanken mache, sehe ich immer mehr Schilder am Straßanrand stehen, auf denen regional erzeugte Lebensmittel beworben werden. Damit kannst auch Du z. B. die Landwirtschaft in Deiner Region unterstützen und behältst die Wertschöpfung in Deiner Region (z.B. http://www.hecker-olching.de). Oder schließe Dich mit anderen Familien für eine Internetbestellung zusammen. So rechnet sich das Porto und der Paketbote muss nur einmal eine größere Lieferung übergeben.

Mache Deine Welt schöner und lebenswerter. Du hast es in der Hand!

Die Firmen, die ich in diesem Blogbeitrag erwähne, wissen nicht, dass ich für sie werbe. Ich bekomme somit auch keine Umsatzbeteiligung oder sonstige Vergütung. Solltest Du Dich in freien Stücken dazu entscheiden, bei ihnen etwas zu kaufen, freut es mich.

Ich hoffe, ich habe Dir mit diesem Beitrag einen Impuls für Dein Leben gegeben und freue mich über Deine Gedanken. Hinterlasse einen Kommentar oder schreibe mir einfach eine Mail.

 

Viele Grüße

 

Daniel

Sind wir nicht alle ein Bienenvolk?

Das Bienenvolk ist eine Familie mit drei Wesen: Die Königin als Mutter, ca. 8000 bis 40.000 Arbeiterinnen als Töchter und ca. 500 bis 1000 Drohnen als Söhne. Die drei Bienenwesen haben in diesem Konstrukt „Bienenvolk“ ihre ganz speziellen Aufgaben. Die Königin legt ihr gesamtes Leben (2 bis 5 Jahre) Eier und hält dadurch das Bienenvolk zusammen. Durch Absonderung von Weiselpheromonen lenkt sie das Volk. So folgen ihr zum Beispiel die Arbeiterinnen durch Pheromone, wenn sich das Bienenvolk vergrößern will und schwärmen. Die Arbeiterinnen haben im Gegensatz zur Königin, ausgebildete Sammelwerkzeuge (Körbchen als Vertiefungen zum Pollensammeln an den Hinterbeinen und längere Rüssel zum Nektarsammeln). Alle Arbeiten, wie Nest- und Brutpflege, Nestverteidigung, Nahrungssammeln usw. sind auf die Arbeitsbienen verteilt. Jede Arbeiterin durchläuft in ihrem Leben (im Sommer ca. 3 Wochen) alle Arbeitstätigkeiten. Nach dem Schlüpfen kümmert sie sich um die Brut und hält das Nest sauber. Anschließend wird sie zur Verteidigung und Einlagerung des Honigs gebraucht. Da sie dann schon Umgang mit Honig hat, wird sie anschließend zur Sammelbiene und fliegt von Blüte zu Blüte, um Honig zu sammeln. Der Honig, der das Bienenvolk im Winter ernährt, oder den wir uns am Frühstückstisch auf die frische Semmel streichen.

Dieses Bienenvolk würde nicht überleben, wären die Aufgaben nicht so strikt verteilt. Wenn nun eine einzelne Biene ihre Aufgabe nicht erfüllt, ist das in diesem Rahmen kein Problem. Denn auch eine Königin kann von den Bienen neu herangezogen und ersetzt werden. Allerdings können die Aufgaben, z.B. der der Königin, nur von dieser erfüllt werden. Wenn allerdings das Volk nicht den richtigen Zeitpunkt wählt oder zu langsam ist, eine neue Königin heranzuziehen, wird es sterben. Genauso ist es, wenn viele Arbeiterinnen keinen Honig sammeln. Auch dann wird das Volk, über längere Zeit gesehen, sterben.

Mich fasziniert als Imker dieses Netz, in dem sich die Bienen gegenseitig unterstützen und tragen, um zu überleben. Dieses Netz hält dann auch Bienen aus, die ihrer Aufgabe nicht nachkommen können. Sei es zum Beispiel durch Alter oder Krankheit oder einfach nur so, weil es jemand besser kann. Bei einer Sammelbiene ist es zum Beispiel so, dass sie den gesammelten Honig an eine andere Biene übergibt, die ihn dann in den Waben einlagert. So wird der Honig immer an bestimmten Stellen eingelagert, die die Bienen in der Beute („Bienenvolkwohnung“) kennen. Die Sammelbienen brauchen sich somit über die Einlagerung keine Gedanken machen. Sie können sich um die Blüten und das Honigsammeln kümmern.

Dieses Netz bzw. diese Vernetzung ist meiner Ansicht nach auch auf unsere Gesellschaft zu übertragen. Kennst Du zum Beispiel den Vornamen der Mutter vom Kindergartenfreund Deines Sohnes? Du hast den Eindruck, dass sie sehr nett ist. Aber Du hattest noch keine Zeit über einen Smalltalk hinaus mit ihr zu reden, weil sich der Aufenthalt im Kindergarten auf das Wesentliche beschränkt. Der Grund ist der angebliche Zeitmangel. Vielleicht wäre es gerade jetzt an der Zeit, sich mit ihr zu vernetzen. So kannst Du Dich bei einer Tasse Kaffee mit ihr unterhalten und ihr einfach einmal zuhören. Vielleicht ergeben sich dadurch Möglichkeiten wie ihr euer unendliches Können austauschen und teilen könnt. Denkbar wäre es zum Beispiel bei der Kinderbetreuung. So kann sich ein Nachmittag ergeben, an dem Du eure beiden Kinder vom Kindergarten abholst, damit Deine neue Freundin einen kinderfreien Nachmittag hat. Wenn ihr in der nächsten Woche das Spielchen umdreht, hast Du einen kinderfreien Nachmittag.

Ich mache es auch gerne so, dass ich Honig verschenke. Meinen Nachbarn gebe ich regelmäßig ein Glas Honig, mit dem Dank, dass sie es mit meinen Bienen im Garten aushalten. Und ich gebe ihnen symbolisch ihre Blüten wieder zurück.

Technisch können wir unsere Heizung im Haus von überall auf der Welt fernsteuern. Doch wie viel Wert ist es, wenn der Nachbar ein Auge auf Dein Haus wirft, wenn Du nicht da bist. Womöglich vertraust Du ihm auch noch den Haustürschlüssel an. Dabei entsteht ein Verhältnis der Nähe und Vertrautheit, wie ich es mir viel mehr unter den Menschen wünschen würde. Damit baut man die symbolischen dicken, hohen Mauern ab, die wir im Laufe der Jahre um uns gebaut haben.

Also los. Trau` Dich und lade Menschen in Deiner Umgebung ohne Erwartungen zu einer Tasse Kaffee bei Dir zu Hause ein. Du wirst erstaunt sein, was sich Dir öffnet.

Falls Du Erlebnisse hattest, die Du mir mitteilen willst, mache es. Ich freue mich auf Deine Mails.

 

Viele Grüße

 

Daniel

Lebensmittelschutz – Sortenschutz

Im Sortenschutzgesetz aus dem Jahre 1985 wird geregelt, dass Sortenschutz für eine Pflanzensorte (Sorte) erteilt wird, wenn sie 1. unterscheidbar, 2. homogen, 3. beständig, 4. neu und 5. durch eine eintragbare Sortenbezeichnung bezeichnet ist. Dieser Sortenschutz steht dem Ursprungszüchter oder Entdecker der Sorte zu. Wenn dieser „Entdecker“ der Sorte Monsanto oder BASF heißt, kann dies dazu führen, dass es landschaftlich so aussieht, wie es gerade aussieht: Monotone Maiskulturen, wohin das Auge blickt! Der Sortenschutz führt dazu, dass alte, heterogene Pflanzensorten, wie Kartoffeln, Gelbe Rüben, Salat oder auch Mais verdrängt werden. Sie kommen nicht mehr in den Anbau, weil sie die Bauern nicht mehr als Saatgut kaufen können. Jeder Hersteller von Saatgut will mit seinem eigenen, geschützten Saatgut Geld verdienen und verdrängt dadurch die oftmals wohlschmeckenderen, älteren jedoch kleineren Sorten vom Markt und somit von unserem Teller.

Ich finde, dass wir als Menschen auf diesem Planeten uns mehr Gedanken machen müssen. Zum einen über das, was uns auf den Teller kommt und zum anderen über das, was die Gesetze um uns regeln. Ich kann mir gut vorstellen, dass dem Landwirt keine andere Wahl bleibt, als eine homogene Sorte von z.B. Kartoffeln anzubauen. Seine Maschinen sind danach ausgerichtet und sie arbeiten somit am effektivsten. Dadurch hat er den höchsten Ertrag. Wollen wir uns somit von großen Konzernen bzw. „Sortenentdeckern“ vorschreiben lassen, was bei uns auf dem Teller landet?

Um unsere Sortenvielfalt, speziell auch in privaten Gärten, zu erhalten, habe ich das Projekt „Bienenheimat“ ins Leben gerufen. Die Biene bewältigt mit ihrer Bestäubungsleistung im Frühjahr einen großen Teil zur Freude auch meiner Nachbarn. Von ihnen habe ich gehört, dass sie viel mehr Obst auf ihren alten Bäumen haben. Dies verzeichne ich als Leistung der Bienen. Den direkten Vergleich habe ich aus den Jahren, als ich noch keine Bienen in meinem Garten hatte: Die Apfelbäume in meinem Garten hingen nur zu einem Viertel voll. Dieses Jahr biegen sich die Äste nur so unter der Last der Äpfel.

Du kannst ein Teil dieses Projekts werden: Unterstütze das Projekt und sichere Dir Deinen Honig. Besuche die Seite

https://www.startnext.com/bienenheimat

und Du kannst Dir Honig und vieles mehr als Dankeschön aussuchen. Natürlich erhältst Du Informationen von mir, wie das Projekt vorankommt und wächst. Gerne lade ich Dich auch in meinen Garten ein, um Dir die Bienen näher zeigen zu können. Sie sind beeindruckende Lebewesen und mit Deiner Unterstützung trägst Du aktiv zum Sortenschutz und somit Naturschutz bei. Denn ich finde, dass Sortenschutz keine gesetzlichen Vorgaben braucht. Es braucht nur Verbraucher, die mit ihrem Verstand und mit ihrem Geschmack einkaufen. Der Preis sollte eine absolut untergeordnete Rolle spielen. Denn Qualität hat einfach ihren Preis.

Alle unsere Kinder sind heimbeschult

Alle unsere Kinder sind heimbeschult.

Oder glaubst Du etwa, dass Dein Sein, Dein Wirken, Dein Handeln WENIGER Einfluss auf Dein Kind hat als die Schule und die Lehrer?

Sicherlich ist die Schule, egal ob staatlich oder privat, gerade in Deutschland ein ganz wesentlicher Bestandteil unserer Kultur und Bildungslandschaft. Aber die die Grundlagen für Bildung, Kultur, Moral, Anstand, Ethik, Denken und Sein, die schaffen wir Eltern! Also DU und ICH.

Tag für Tag. Moment für Moment.

Diese Verantwortung kannst Du an keine Schule der Welt übertragen.

Was würde passieren, wenn Du es Dir möglich machst:

  • jeden Tag
  • zwei Stunden
  • ohne Elektronik mit Deinem Kind zu verbringen?

Und dann gemeinsam Dinge mit ihm tust, die so wichtig sind:

Miteinander etwas schaffen, ein Projekt haben, Fragen stellen, Dich in Frage stellen lassen, sich in die Augen schauen. Spielen, lernen, kreieren.

Was würde passieren? 

 


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Darstellung von MuttergefühleIn diesem Kurs habe ich Dir die besten Tipps&Tricks aus meiner Praxis zusammengestellt, wie Du klar kommst mit Deinen Emotionen und wie Du Deine Liebe für Deine Kinder dafür hernehmen kannst, eine faire Mutter zu sein, die liebevoll klare Grenzen setzt. Im Moment zum Aktionspreis von 35,90 EUR! Mehr Infos


Wie immer gilt: Melde Dich bei Fragen oder wenn Du Unterstützung brauchst.
Ich wünsche Dir eine ganz wunderbare Woche!
Stefanie

Zuhören

Würdest Du mir jetzt BITTE mal zuhören, Schatz?

Wie oft hast Du das Gefühl: Mein Mann hört mir einfach nicht zu?
Nicht, wenn Du ihm sagst, er soll doch bitte seine Schuhe aufräumen.
Nicht, wenn Du ihn darum bittest, das kaputte Spielzeug der Kinder zu reparieren (bevor sie so alt sind, dass sie eh nicht mehr damit spielen).
Und vor allem dann nicht, wenn Du ein Thema anschneidest, welches Ihr aus Deiner Sicht gaaanz dringend mal sprechen solltet. Dann scheint er oft ganz weit weg zu sein.

Hier kommt die gute Nachricht: Hier habe ich eine Anleitung für Dich, aus der Sicht eines Mannes, wie Du das ändern kannst.
Als erstes möchte ich hier mal eine Annahme in den Raum stellen, auf der mein Beitrag hier beruht. Die lautet:

Dein Mann versteht Dich nicht!

Warum ich diese Annahme so frech treffe? Nun, weil sie zumindest bei mir stimmt. Heute, drei Jahre nach der Trennung von meiner Ex-Frau weiß ich, was schief gelaufen ist. Ich will jetzt nicht von meinem Beitrag am Scheitern unserer Ehe ablenken. Aber heute plaudere ich aus dem Nähkästchen und verrate, was sie hätte beitragen können, damit es (vielleicht) anders gekommen wäre.
Den größten “Fehler“ (ich nenn‘ das jetzt einfach mal so), den sie gemacht hat, ist:
Sie hat mir nicht genügend klare Informationen über sich gegeben.
„Wie?“ denkst Du Dir jetzt vielleicht „Das kann ich mir kaum vorstellen, dass sie nichts gesagt hat?“
Doch, doch, gesagt hat sie sogar sehr viel, aber Informationen haben mir trotzdem gefehlt. Ganz genau da liegt auch der Unterschied, auf den ich heute hinaus will.
Ich gebe ein Beispiel:

Du sagst vielleicht: „Immer wenn ich nach Hause komme, stehen Deine Schuhe im Eingang. Ich hab gar keinen Platz für die Sachen der Kinder. Heute, als ich vom Einkaufen kam, war es ganz schlimm. Da standen nicht nur Deine Sportschuhe, sondern auch noch Deine Büroschuhe da. Und das, obwohl Du doch einen so schönen Schuhschrank danebengestellt hast.“
WAS WILLST DU DAMIT SAGEN?
Kennst Du die KISS-Regel? Wenn Du ihm etwas sagen willst, sag` es ihm in der „KISS-Sprache“. KISS bedeutet so viel wie „Keep it simple and smart“. Also halte die Aussage so einfach und schlau wie möglich. Baue um Deine Kernaussage keine endlose Geschichte und Du erreichst uns Männer.

Sage uns doch ganz einfach:

„Es macht mich wütend, wenn Du Deine Schuhe im Eingang stehen lässt! Bitte räume sie in den Schrank.“

Das ist eine Aussage, die alles beinhaltet. Sie trifft klar und deutlich das, was Du sagen willst. Auf diese Weise kannst Du uns Männern jegliche Informationen geben und wir versteht sie. An diesem Satz gibt es keine Interpretationsmöglichkeit.
Der größte Wunsch von uns Männern ist es eine Partnerin zu haben, die wir unterstützen können.
Dazu müssen wir wissen, was ihr denkt, was euch wütend macht, woran ihr Freude habt. Um ein Verständnis für eure Arbeit im Haushalt oder im Beruf zu bekommen, fehlen uns meist die Informationen. Schlichte Informationen.
Bei mir war es so, dass meine Frau selbständig war und nebenbei auch noch promovierte. Ich weiß heute, dass es ihr sehr wichtig war, genug Zeit für diese Dinge zu haben. Damals allerdings fühlte ich mich eher so, als würde sie in mir einen Feind sehen, der sie nicht versteht und gegen den sie kämpfen muss, damit sie genug Zeit für ihre selbständige Arbeit hat. Sie gab mir nur häppchenweise Informationen und oft auch zeitlich sehr knapp. Sie dachte vielleicht: „Je länger ich nichts sage, um so weniger redet er mir rein.“ Ich hingegen fühlte mich hilflos und als Springer. Ich hatte keine Ahnung, was sie warum plante. Ich fühlte mich dumm und ausgegrenzt.
Nach einer gewissen Zeit resignierte ich und trat damit selber in das nächste Fettnäpfchen: Themen die mir wichtig waren, sprach ich von mir aus auch nicht mehr an. Unsere Kommunikation war fast auf dem Nullpunkt des gegenseitigen Verständnisses angelangt.
Hätte sie mir damals klar gesagt: „Hör zu, das ist mir mega mega wichtig und ich plane das so und so.“, dann hätte sie sich in mir ihren größten Freund, Gönner und Unterstützer sichern können. Ich wäre gerne mit an Bord gewesen.
Denkst Du jetzt vielleicht: „Na ja, so was weiß man doch einfach.“ oder „Das hättest Du Dir doch denken können.“?
Meine Antwort lautet: Nein. Wir Männer sind einfach gestrickt. Wir machen uns wahrscheinlich allerhöchstens 25% der Gedanken, die Ihr Frauen Euch macht.

Das sieht dann so aus:
Du machst Dir Gedanken darüber, was Dein Partner denken könnte, wenn Du zum Beispiel wieder in die Arbeit gehst.
Ja, Du hast einen Kopf, mit dem Du denken kannst. Und jeder andere Mensch hat einen Kopf, mit dem er denken kann. Jetzt gibt es aber noch nicht die Möglichkeit, dass der eine Mensch denken kann, was der andere denkt!
Deshalb: Lass das einfach mit dem „…er könnte denken, dass…!“.

Wenn ihr Frauen wissen wollt, was Männer darüber denken, frag einfach danach!

Meiner Erfahrung nach ist einer der größten Wünsche vieler Männer, ihre Partnerin zu verstehen und in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Viele Männer wollen eine starke, selbstbewusste Frau an ihrer Seite haben, die klar ausdrückt, was sie von ihrem Partner erwartet. Wir wollen uns nicht durch eine wirre Ansammlung an Informationen wühlen, die ihr im Laufe des Tages von Euch gebt. Ich kann es verstehen, dass ihr Frauen sehr viel geben wollt. Und da gehört es nun mal dazu, viel zu reden. Versteht aber auch, dass wir Männer nicht nach wichtigen Informationen suchen wollen.

Wenn Ihr uns an Eurem Leben teilhaben lasst, gebt uns präzise und klare Aussagen. Dies wäre zum Beispiel: „Ich würde gerne mehr arbeiten wollen. Wie können wir es möglich machen?“ Das ist eine klare Aussage Deines Wunsches und einer Frage, wie dieser Wunsch Wirklichkeit wird. Bei einem Mann wird sofort das Programm „Wie schaffen wir das?“ angeworfen, um Deinen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen. Mach bitte nicht den Fehler und begründe gleich aus dem schlechten Gewissen heraus, warum Du mehr arbeiten willst! Sollten uns Männern Fragen kommen, werden wir sie stellen. Das wird dann zu einer Konversation auf Augenhöhe führen. Ein Hören und Gehört werden!

Nun wünsche ich Dir viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren. Falls Du Fragen hast, kannst Du sie mir gerne stellen!

Viele Grüße

Daniel

Daniel, 34, Papa von 2 Jungs (6 und 8) die zT bei ihm, zum Teil bei der Mutter leben.
Immer auf der Suche nach Möglichkeiten, wie das Leben leichter geht und noch mehr Freude bringt.

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Und was ist sonst noch möglich?

Heute verrate ich Dir ein Geheimnis:

Es ist nicht vorbei, bis es vorbei ist.

Wie oft in Deinem Leben hast Du aufgegeben, zurückgesteckt oder klein beigegeben? Ja und Amen gesagt, weil Du dachtest, hier kommst Du eh nicht weiter oder wie der Allgäuer so sagt, der “Kaas bissen war“. Nun, hier kommt Deine neue Geheimwaffe gegen Situationen, in denen Du denkst es geht nichts mehr bzw. alles ist festgefahren.

Wie Du weißt, liebe ich es einfach. Schnell. Effektiv. Und daher ist auch mein heutiges Werkzeug klein aber oho! Es kommt unscheinbar, ja fast schon ein wenig tapsig daher. Vermutlich funktioniert es genau deshalb so gut.

Und ich demonstriere Dir gleich mal anhand eines persönlichen Erlebnisses die Macht dieses kleinen Wunders – denn theoretisch erzählen kann man ja immer viel, praktisch klappen sollte es ja dann auch noch, nicht wahr?

An Weihnachten 2014 bekamen meine Kinder von mir einen neuen elektronischen Mitbewohner – ein Spielzeug namens “Furby Boom“. Ja, das mag den einen oder anderen Leser wundern, wie ich mich zu so einem Scheiß habe verleiten lassen können. Ich gestehe, es war ein schwacher Moment. Aber wie’s halt so ist: Kids extrem glücklich mit Elektro-Schrott. Der Furby kann sich mit den Kindern unterhalten und singt und tanzt und er schlich sich damit sogar ein Bisschen in mein Herz – das der Kinder hatte er ja eh schon im Sturm erobert.

Furby Dico ging dann im Laufe der Zeit 2 Mal kaputt. Der Spielwarenladen hier im Ort hat ihn aber jedes Mal umgetauscht, obwohl ich den Kassenzettel verloren hatte.

Als Furby dann vergangene Woche seinen dritten Break-Down hatte, war Schluss mit Kulanz.

Ich bin wieder zum Laden. Dieses Mal war eine Dame da, die nicht die Befugnis für einen Umtausch hatte. Sie versprach mir immerhin einen Rückruf von der Chefin, sobald diese zurück sei.

Dieser Anruf kam soeben.

Und ich schreibe ihn hier für Euch alle auf, mit dem Wunsch, dass auch Ihr immer dran denkt, dass es noch nicht zu Ende ist – auch wenn es anders scheint.

Die anrufende Dame erklärte mir, dass es dieses Mal kein Austausch-Spielzeug geben wird.

Zum Einen führt dieses Geschäft keine Furbys mehr, zum Zweiten geht ohne Kassenzettel nichts in Sachen Rückzahlung und zum Dritten sei es überhaupt so, dass der Spielwarenhändler nach einen halben Jahr die Dinge nicht mehr nachbessern oder umtauschen muss.

Drei harte Gründe und ich stehe ohne Furby da.

Ich sehe schon die enttäuschten Gesichter meiner Kinder vor mir und spüre, dass ich das ungerecht finde (mein Wissen als Juristin darüber, dass die Frau total im Recht ist, zählt in dem Moment nicht).

Und jetzt das Werkzeug! Es ist die power-magic-Frage:

Was ist sonst noch möglich?

Klingt das schräg für Dich? Ja, für mich klingt das auch noch manchmal schräg.

Aber hey, ich wäre ja nicht das verrückte Einhorn, das ich bin, wenn ich es nicht versuchen würde.

Also frage ich wörtlich: „Was ist sonst noch möglich?“.

Antwort: „Tja, tut mir leid, wir können da jetzt nichts mehr machen.“

Ich merke, dass ich in Fahrt komme und wiederhole WÖRTLICH die selbe Frage:

„Und was ist sonst noch möglich?“

Dieses Mal bekomme die Antwort, dass ich mich ja an den Hersteller, Hasbro, wenden könnte. Vielleicht würden die mir was erstatten.

Öööhhh …   🙁   Das fühlt sich nicht sehr attraktiv an und ich spüre, dass ich wirklich überhaupt keine Lust habe, mich mit einem riesigen Spielzeugkonzern auseinanderzusetzen.

Also versuche ich es nochmals (mein Intellekt läuft bereits Amok und schimpft: „Was soll denn das bitte für eine blöde Frage sein? Die passt doch gar nicht in den Kontext! Und überhaupt, die Frage hast Du doch grad schon ZWEI MAL mal gestellt!?!“). Ich verbiete meinem Intellekt den Mund, gehe in den power-magic-mode und frage, wörtlich, nochmal: „Und was ist sonst noch möglich?“

„Aaaaaarrrghh!“, sagt mein Verstand, „Das ist wirklich peinlich! Du hast doch gerade gehört was noch möglich ist!“

Die Antwort am anderen Ende der Leitung:

„Na ja, wir haben noch einen Ausstellungs-Furby. Der hat zwar schon ein paar Gebrauchsspuren, aber den könnte ich Ihnen schenken.“

TSCHAKKAA!

Mir sind die Tränen vor Freude in die Augen geschossen! Eine kleine Frage, drei Mal gestellt, führte zu einer für mich perfekten Lösung.

Und kleines Highlight am Rande:

Der ursprüngliche Furby war blau. Die beiden Austausch-Furbys waren rosa mit weißen Punkten. Na ja. Meine Jungs akzeptierten das nur, weil es die einzige Chance war, wieder einen Furby zu haben.

Und Ihr wisst jetzt schon, welche Farbe der Austausch-Furby jetzt hat. Genau: blau!

Dies Geschichte soll Dich und mich immer wieder dran erinnern:

Wenn Du beschließt, dass es nicht vorbei ist, ist es nicht vorbei.

Denn DU bestimmst, wann es vorbei ist. Und wenn DU Fragen stellst, dann ist immer noch was möglich!

Ich wünsche Dir ganz viele power-magic-Momente. Schreibe mir gerne in den Kommentar, wo Du dieses Werkzeug eingesetzt hast. Ich bin schon gaaanz neugierig drauf!

Und was ist jetzt noch möglich?

Alles Liebe, Stefanie