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Und wenn Du glaubst es geht nicht mehr ...

Zuversicht – hausgemacht

Würdest Du manchmal gerne wesentlich optimistischer in die Zukunft sehen, als Du es tust? Lockerer und zuversichtlicher sein? Weniger kontrollieren und mehr leben? Lies‘ diese Geschichte von mir und Du bekommst einen Weg gezeigt, wie Dir das gelingen kann!

„Wie kannst du eigentlich so entspannt bleiben, bei all den Unwägbarkeiten in Deinem Leben gerade?“ fragte mich neulich ein Freundin.

Wir hatten die Eigenbedarfskündigung unserer Wohnung an der Backe und die zugehörige Räumungsklage des Vermieters war bereits vom Gericht zugelassen worden.

Es war also nicht klar wann und ob wir ausziehen (müssen). Es hing davon ab, wem vor Gericht Recht zugesprochen wird. Und selbst wenn ich Recht bekommen sollte, dass man mir nicht einfach so die Wohnung unter meinem Hintern wegkündigen kann, würde ich denn dann bei all den Querelen in diesem Haus überhaupt wohnen bleiben wollen? Oben drauf kamen in den letzten Wochen nämlich noch ein paar sehr unschöne Entmietungsaktionen seitens der Vermieter.

Alles in allem eine unbequeme und vor allem ungewisse Situation. Zumal bei einem möglichen Umzug von mir ja noch zwei Schulkinder und eine Praxis mit dran hängen.

Natürlich machte ich mir sehr viele Gedanken in der Zeit und sprach mit meinem Partner, den Kindern und auch dem Vater der Kinder. Wir wägten mögliche Umzugsziele ab und die Option, wie es wäre, zu bleiben.

Für meine Freunde war es nur schwer zu ertragen. „Hast Du denn schon eine neue Wohnung?“, „Was sagt der Mieterbund dazu?“, „Und was wäre mit der Praxis, wenn Du umziehst?“, „Gibt es Neuigkeiten vom Gericht?“. Dieser ganze Zustand, in dem nichts klar oder absehbar war, währte fast 8 Wochen.

Doch in Gegensatz zum einem Umfeld, das zum Teil regelrecht litt unter der Unklarheit, war ich entspannt und frohen Mutes – trotz der Unwägbarkeiten.

Warum konnte ich so locker bleiben?

Meine Gelassenheit kam aus der Zuversicht, dass alles gut werden wird.

In mir war immer die Gewissheit, dass sich alles zum Guten wenden und lösen wird, ganz gemäß dem Satz: Es ist gut, wenn es vorbei ist und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht vorbei.

„Schön und gut,“ denkst Du Dir vielleicht jetzt „ist ja ganz nett, dass die Stefanie so ein niedlicher Wonneproppen ist, aber wie bitteschön soll ich das hinbekommen? Schließlich bin ich nicht so ein optimistischer Typ und außerdem hatte ich die härtere Kindheit.“.

Ich verrate es Dir.

Der Schlüssel

Der Schlüssel ist – taataaataaataaaaaa:

Vertraue Dir selber!

Öha!
Lass‘ mich es Dir noch etwas genauer erklären:

Leider neigen wir dazu unsere Wahrnehmungen und Gefühle an denen der anderen zu messen. Schließlich lernen wir von klein auf, dass es immer einen gibt, der am besten ist und einen Loser. “Orientiere Dich am Gewinner, das kann so falsch nicht sein“, ist das Muster dahinter. Solange wir das tun, wenn es um das Ankreuzen von stupiden Multiple-Choice-Prüfungen geht, mag das einigermaßen zielführend sein. Sobald es aber um Dich als Mensch geht, ist das eine weniger gute Idee. Denn Du bist einzigartig und Deine Wahrnehmung ist einzigartig und Deine Wahrheit ist einzigartig.
Wenn Du nun also anderen statt Dir selber zuhörst, dann kann das dazu führen, dass Du sehr verwirrt bist, weil Deine innere Stimme Dir etwas anderes erzählt als all‘ die äußeren Marktschreier, die um Deine Aufmerksamkeit heischen.

In meinem Fall haben die Stimmen in meinem Umfeld Dinge gesagt wie: „Man muss doch wissen, wo man in 2 Monaten wohnen wird.“, „Aber dann müsstest Du ja die Praxis umziehen.“, „Ja aber dann reißt Du ja die Kinder aus dem Umfeld.“, oder „Das ist alles so unfair und traurig, da wird man ja ganz depri.“.

Ok, ich hatte die Wahl: Steige ich ein in dieses Feld aus Projektionen, Annahmen und miesen Gedanken
oder
bleibe ich bei mir, zentriert und wach und fühle, was es für den Moment braucht?

Wach, zentriert und im Gefühl für den Moment

Und ich kann Dir verraten, dass es eine gute Wahl war, mich für die zweite Variante zu entscheiden. Denn so war mir immer bewusst, was ich tun sollte, wann was dran war. Natürlich hätte ich mir auch manchmal mehr Klarheit gewünscht. Aber es war nicht so, dass ich mich von der Unklarheit hätte verunsichern lassen, denn ich wusste: Mein Bauch weiß, wann was dran ist und wann es welchen Schritt zu tun gilt.
Verrückt war, dass es eine ganze Weile gar nichts zu tun gab. Einfach nur warten. Wer kann das heute noch in einer Welt von Kontrolle, Wachstum, Geschwindigkeit und ständigem Online-Sein?

Meine Empfehlung:

Werde Dir bewusst, dass es in Dir eine Weisheit gibt, welche ihre eigene Geschwindigkeit hat. Halte inne und höre auf diese Weisheit. Und fang HEUTE damit an, damit wenn die großen Herausforderungen kommen, Du schon in der Lage bist, ihr zuzuhören.

Und dann ist es passiert:
Wir hatten die Fühler schon in gaaaanz viele Richtungen ausgestreckt, als uns das Haus in Utting gefunden hat. Ich kann es nicht anders sagen. Denn ich habe nicht aktiv in dieser Richtung gesucht, hegte ich doch einen gewissen Zweifel, dass es in diesem Bereich Bayerns für mich erschwingliche Immobilien gäbe. Gefehlt! Es gibt sie und sie hat sich gezeigt und nun dürfen wir dort einziehen.

Ich wusste es immer. Ich könnte nicht behaupten, dass ich wusste, dass wir nach Utting ziehen werden. Aber ich wusste: Da draußen wartet was auf Dich. Und es wird gut werden. Bleibe im Vertrauen auf Dich.

Und das ist mein Wunsch für Dich:

Bleibe auch Du immer mehr und immer öfters im Trauen auf Dich selber. DU weißt was gut für Dich ist. Lass‘ es Dir nicht von anderen sagen. Und je öfters Du Dir das bewusst machst und Du danach lebst, um so fester wird Deine Lebensüberzeugung, dass Du genau spürst, wann welcher Schritt dran ist.

Versprochen!

Alles Liebe
Stefanie

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Mut in bewegten Zeiten

Zur Zeit ist auf dieser Welt sehr sehr vieles in einer grandiosen Unordnung. Täglich stürmen Nachrichten von himmelschreienden Ungerechtigkeiten und – für meine Begriffe noch viel schlimmer – DUMMHEITEN, die die Menschheit begeht, auf uns ein.

Je mehr ich mich für Bewusstheit entscheide, um so mehr bekomme ich natürlich auch mit, was falsch läuft. Um so mehr sehe ich, wie wir täglich manipuliert werden und welche Spiele gespielt werden.

Wie nun halte ich die Balance zwischen dem Sehen von schlimmen Dingen, dem Erfahren von unguten Nachrichten und dem Wissen, dass manches sehr falsch läuft und der anderen Seite nicht zu verurteilen, nicht zu verzweifeln und keine Dauer-Schlechte-Laune zu bekommen?

Die gute Nachricht lautet: Es ist gar nicht so schwer, diese Balance zu finden.

Es gibt Vieles, sehr Vieles, was ich auf dieser Welt gerne ändern würde. Manche Dinge sind kleiner andere größer. Dass ich es ändern will, ist nur natürlich. Streben wir doch alle nach einem Zustand in dem es uns gut geht und wir in Frieden leben können.

Neulich habe ich mit einer Freundin telefoniert, die ebenso wie ich selbständig ist. Sie gestand mir (obwohl Ihr Vater auch noch Steuerberater ist), dass Sie echt ein Stress-Thema mit solchen Dingen wie Steuererklärung, Vorsteuer, Steuerrücklagen etc hat. Selbstverständlich möchte sie das ändern, denn wer hat schon gerne ein Thema mit der Steuer.

Oder ich selber. Ich bin sehr kritisch, was das Schulwesen angeht und habe meine liebe Not mit machen Dinge, unter anderem damit, was die neuesten Vorschläge der EU sind, was den Lehrplan für 3 – 16 Jährige angeht. Natürlich möchte ich das ändern! Am liebsten sofort!

Beide Themen sind aber nicht ganz so einfach zu ändern und meine Freundin und ich könnten verschiedene Reaktionsmöglichkeiten ausprobieren:

  • Wende ich z.B. die Vogel-Strauß-Taktik an, hoffe ich, dass der Kelch an mir vorübergeht und das Finanzamt mich vergisst bzw. meine Schule beschließt, den EU-Vorgaben zum Trotz beim alten Lehrplan zu bleiben.
  • Der Rebell würde aufs Finanzamt gehen und eine ordentliche Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen oder mit seinen Kindern gleich ins benachbarte Nicht-EU-Ausland auswandern.
  • Schließlich wäre es auch möglich mit Strategie, Mitstreitern und einen langem Atem über politische Wege die Steuergesetzgebung oder Lehrpläne zu ändern.

Alle diese Wege führen über das Außen, über die Anderen, über die Umstände und über die Gefühle von Wut, Ärger, Hoffnungslosigkeit, Machtlosigkeit.

Diese Wege sind in der Regel sehr anstrengend, aber sie sind uns sooooo vertraut. Deshalb vergessen wir, dass es einen leichteren Weg gibt. Er führt über das Innen.

Leichter geht es über Innen

Innen, in uns, da ist der Sitz unserer Überzeugungen, unserer Annahmen, unseres Grolls und des Stresses. Somit ist hier die Quelle für unsere Gefühle der Hoffnungslosigkeit und Frustration. Und da genau IN UNS diese Quelle ist, haben wir auch die Möglichkeit, diese Quelle mit etwas anderem sprudeln zu lassen. Es ist ein Bewusstseinsprozess zu erkennen, dass ich ICH es bin, die den Frust und Stress macht und dass somit ICH es bin, die mehr Leichtigkeit und Freude produzieren könnte.

Um beim Steuer-Beispiel meiner Freundin zu bleiben: Ich bin genau so selbständig wie sie und doch stresst mich das Thema Steuer nicht. Andersherum stresst sich meine Freundin kein bisschen in Sachen Lehrpläne.

Woran liegt das? Liegt das tatsächlich im Außen? An den Umständen? Es wäre ein Leichtes zu sagen, dass es daran läge. Doch meine Erfahrung sagt mir: Es liegt an unserer jeweiligen Einstellung, an unseren Grundüberzeugungen und Erfahrungen.

Die Technik für mehr Balance

Welches Thema triggert Dich so richtig? Wann wirst Du hoffnungslos oder frustriert?

Statt den Kopf in den Sand zu stecken, gehe in Dich. Suche die Stelle in Deinem Körper, an dem Du das Gefühl am allermeisten spürst. Dort ist die Quelle für Deinen Missmut. Sieh ihn Dir an und dann kommt der wichtige Moment:

Genau jetzt kannst Du entscheiden, dass Du etwas anderes wichtiger findest, als den Missmut.

Entscheide Dich dafür:

  • was Du in der Welt sehen willst.
  • Richte Deine Aufmerksamkeit auf den Wandel, auf das, was Dir gefällt.
  • Denn so wird eine Energie in Dir sein, die genau DAS in Dein Leben zieht.

Es gibt dazu ein Gleichnis aus dem Reich der Indianer

Ein alter Indianer saß am Lagerfeuer und erzählte seinem Enkel folgende Begebenheit:
„Weißt Du, wie es manchmal in mir aussieht? Es ist, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden.

Der eine ist rachsüchtig, destruktiv und gewaltvoll. Er ist der Neid, die Eifersucht, die Vorurteile, der Zorn und die Lügen. Der andere ist sanft, liebevoll und wohlwollend. Er ist die Liebe, die Güte, die Nachsicht, die Heiterkeit, das Mitgefühl und die Aufrichtigkeit. Und der Wolf der gewinnt, wird bestimmen, wie ich mich fühle.“
„Und, Großvater, welcher der beiden Wölfe wird den Kampf gewinnen?“, fragte der Enkel. Daraufhin antwortete ihm sein Großvater: „Es wird immer der Wolf gewinnen, den ich füttere.“

Dieses Gleichnis zeigt auf, dass es in uns immer verschiedene Regungen und Gefühle geben wird, aber dass wir selber entscheiden können, welchem wir Kraft geben. Probier‘s aus!

Die rosarote Brille

Ich habe hier noch einen Tipp von mir. Als ich begann diese Technik auszuprobieren, gab es oft eine innere Stimme in mir, die gesagt hat: „Das kannst Du doch nicht einfach machen. Das ist Verdrängung! Das ist ja New-Age-Rosa-Brille-Denken! Pfffft, voll feige.“

Falls Deine innere Stimme auch solche Sprüche auf Lager hat, dann habe ich hier gleich das Gegenmittel für Dich:

Es geht nicht darum, die Dinge NICHT MEHR zu sehen – das wäre ja die Vogel-Strauß-Taktik. Es geht darum Deine Aufmerksamkeit darauf zu richten, was Du gerne in Deinem Leben hättest. Es gibt nämlich das universelle Gesetz der Resonanz. Das bedeutet, dass das, was Du aussendest und visualisierst, das geht mit Dir in Resonanz und tritt somit verstärkt in Dein Leben.

Bares Geld sparen

Und dann kann es Dir durchaus passieren, dass ein Anruf beim Ordnungsamt genügt, um Dir 115,- EUR zu sparen. Das ist mir passiert, vergangenen Mittwoch.

Ich habe meine Aufmerksamkeit nicht darauf gerichtet, dass ich die Rechnung nicht bezahlen will, sondern ich habe meine Aufmerksamkeit darauf gerichtet, welchen Betrag ich mit Freude bereit bin zu bezahlen. Und es hat funktioniert. Am Freitag lag der neue,reduzierte Bescheid in meinem Briefkasten. Und das Telefonat mit dem Stadtbeamten war zudem richtig fröhlich. Er verabschiedete sich mit den Worten: „Frau Heidtmann, da haben wir ja jetzt eine Win-Win-Situation.“ Großartig, und er hatte dieses Gefühl, obwohl er mir gerade 115,- EUR Rabatt gegeben hatte.

Was ist eigentlich sonst noch möglich?

Ganz ganz viel Freude beim Neue-Gedanken-Kreieren

Stefanie

P.S.: Wenn Du gerne Unterstützung hättest bei dieser Art des Umdenkens, dann schau Dir mal die Impulstage an. In diesen Wokshops beschäftigen wir uns genau mit solchen genialen neuen Techniken. Mach mit!

Trick

Der Trick – Wie Du das Nicht-Rechthaben lernst

Auf den letzten Blog-Post “Ich habe recht! Hab‘ ich doch, oder?“ bekam ich jede Menge Reaktionen.

Der Tenor der Rückmeldungen war:
„Die Inspiration im Artikel ist toll. Aber was kann ich tun, dass das auch klappt? Es ist so schwer, mich vom Rechthaben fernzuhalten.“

Heute verrate ich Euch den Trick, der Euch hilft, gelassener auf das Rechthaben zu “verzichten“.

Der Trick ist, automatisierte Reaktionen Deines Systems zu de-automatisieren.

Wie das geht?
Indem Du Dir erst einmal bewusst darüber wirst, welche automatisierte Reaktionen bei Dir ablaufen.

Und die Bewusstheit darüber wird Dir die Klarheit und die Kraft geben, im entsprechenden Moment eine Lücke anzusteueren, aus der heraus Du anders reagieren kannst.

Zum Beispiel:
Dein Kollege erzählt Dir mal wieder, warum eine bestimmte Maßnahme überhaupt nichts bringt. Dein System will sofort wie üblich reagieren.
Wie üblich heißt in diesem Fall, dass Dein System überzeugen, diskutieren und Recht haben will.

Denn in diesem „wie üblich-„Moment liegt die Chance, dem ganzen Gespräch die entscheidende Wendung zu geben.
Das schaffst Du, indem Du Dich in diesem Moment ganz aufmerksam selber beobachtest und herausfindest, was Dich davon abhält, Deinem Kollegen zuzuhören bzw. ihm sogar Recht zu geben.
Beobachte genau, was in Dir für ein Theater abgeht. Was die Stimmen in Dir sagen.

Du wirst herausfinden, dass es häufig darum geht, dass Du Angst hast.
* Angst, dass Du selber nicht gehört wirst oder etwas nicht bekommst.
* Angst, dass Du zur Verantwortung gezogen wirst oder der Depp für alle anderen bist.
* Angst, dass Du dumm da stehst.
* Angst, dass Du Deine guten Argumente vergisst. Und so weiter.

Diese Ängste sind alt. Sehr alt. In aller Regel haben wir sie in der Kindheit erworben auf der Basis von Erziehung à la:
* „Wenn Erwachsene reden, haben die Kleinen zu schweigen.“
* „Du bist doch der Älteste. Von Dir hätte ich mehr Vernunft erwartet.“
* „Erzähl‘ doch nicht schon wieder so einen Unsinn.“
* „Dafür habe ich jetzt keine Zeit. Komm später wieder.“ Und so weiter.

Um unseren Erziehungspersonen gerecht zu werden, eigneten wir uns gewisse Reaktionsmuster an.
Und die sind es, die Dich im Heute “wie üblich“ reagieren lassen.

Wirst Du Dir Deines “wie üblich“ bewusst, kannst Du was Neues ausprobieren.

Lege die alles entscheidende Pause zur Selbstbeobachtung ein!

Am Anfang fühlt sich das vielleicht ein Bisschen so für Dich an, als würdest Du durch Kaugummi gehen. Gedehnt. Langsam. Denn Dein Kopf ist schnell, blitzeschnell. Und genau diesen schnellen Kopf (= die alten Muster) gilt es zu überlisten.
Du kannst Dir ein, zwei Standard-Sätze zurecht legen. Zum Beispiel:
„Warte mal. Ich komm‘ noch nicht ganz mit. Du bist also der Meinung, dass …? So habe ich das ja noch nie betrachtet. Erzähle mir bitte mehr darüber.“

Und dann lasse das Gespräch sich neu entwickeln.

Ich wünsche Dir ganz viel Spaß beim Entdecken Deiner höchstpersönlichen “Haupt-Argumente“. Poste sie gerne und teile mit anderen, was Du erlebt hast.

Stefanie

P.S.:
Das alles ist übrigens exzellentes Stress-Management! Wenn Du es nämlich mal geschafft hast, die Lücke zwischen Dir und Deinen Stimmen herzustellen, dann bist Du schon einen riesigen Schritt in Richtung Selbstbestimmung gegangen Und Selbstbestimmung heißt, dem Leben nicht ausgesetzt zu sein, wie ein Korken auf den Wellen der hohen See, sondern das Ruder steuernd in die Hand zu nehmen.
Es lohnt sich also hier zu investieren. Denk‘ dran, wenn Du mal wieder genervt bist!

Und hier noch eine kleine private Anekdote, was für mich möglich wurde, weil ich nicht Recht behalten wollte:

Frühstückszeit, der Lieferservice hat frisches Brot gebracht. Ich stehe mit der Hausfrau in der Küche, sie legt das vorhandene (alte) Brot für den Frühstückstisch bereit. Ich sage: „Wollen wir nicht das frische Brot aufdecken, denn sonst ist ja das frische schon wieder alt, wenn wir das alte gegessen haben (= Recht haben durch Argumente).“ Die Hausfrau entgegnet etwas mir nicht Verständliches. Meine normale “wie üblich-“Reaktion wäre gewesen, nachzuhaken, zu insistieren, zu hinterfragen, warum sie es nicht so macht, wie ich vorgeschlagen habe. Kurzer Moment des Innehaltens, dann der Entschluss, jetzt nicht zu diskutieren, also die Chance darauf, Recht zu haben, verstreichen zu lassen. (Meine Angst war, kein frisches Brot zu bekommen…).
Kurze Zeit später am Frühstückstisch: Der Herr des Hauses fragt: „Sag mal, ist nicht frisches Brot gekommen? Lasst uns das frische Brot essen, sonst ist das frische Brot das alte, wenn wir jetzt das alte essen.“
Und jetzt kommt der magische Moment:
Ich hätte jetzt recht behalten können und sagen können: „Genau das habe ich auch vorgeschlagen!“ (Meine Stimmen würden triumphieren, blasen einen Tusch auf meine Genialität blasen und herablassend mit einem „Pfft“ auf die Hausfrau blicken.)
Oder ich konnte in den wunderschönen Raum der Beziehung eintreten und den Schnabel halten. Dieses Mal war ich schneller als meine Stimmen, ich habe meinen Mund gehalten und zur Hausfrau geblickt. Und das ist geschehen: Wir haben uns angegrinst und verschwörerisch mit den Augen gezwinkert. Das war ein so inniger Moment, des in Beziehung Seins! Es war so viel mehr wert, als der Triumph des Rechthabens. Genial! Ich kann es zur Nachahmung sehr empfehlen!

Alles Gute!
Stefanie

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