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Und wenn Du glaubst es geht nicht mehr ...

Zuversicht – hausgemacht

Würdest Du manchmal gerne wesentlich optimistischer in die Zukunft sehen, als Du es tust? Lockerer und zuversichtlicher sein? Weniger kontrollieren und mehr leben? Lies‘ diese Geschichte von mir und Du bekommst einen Weg gezeigt, wie Dir das gelingen kann!

„Wie kannst du eigentlich so entspannt bleiben, bei all den Unwägbarkeiten in Deinem Leben gerade?“ fragte mich neulich ein Freundin.

Wir hatten die Eigenbedarfskündigung unserer Wohnung an der Backe und die zugehörige Räumungsklage des Vermieters war bereits vom Gericht zugelassen worden.

Es war also nicht klar wann und ob wir ausziehen (müssen). Es hing davon ab, wem vor Gericht Recht zugesprochen wird. Und selbst wenn ich Recht bekommen sollte, dass man mir nicht einfach so die Wohnung unter meinem Hintern wegkündigen kann, würde ich denn dann bei all den Querelen in diesem Haus überhaupt wohnen bleiben wollen? Oben drauf kamen in den letzten Wochen nämlich noch ein paar sehr unschöne Entmietungsaktionen seitens der Vermieter.

Alles in allem eine unbequeme und vor allem ungewisse Situation. Zumal bei einem möglichen Umzug von mir ja noch zwei Schulkinder und eine Praxis mit dran hängen.

Natürlich machte ich mir sehr viele Gedanken in der Zeit und sprach mit meinem Partner, den Kindern und auch dem Vater der Kinder. Wir wägten mögliche Umzugsziele ab und die Option, wie es wäre, zu bleiben.

Für meine Freunde war es nur schwer zu ertragen. „Hast Du denn schon eine neue Wohnung?“, „Was sagt der Mieterbund dazu?“, „Und was wäre mit der Praxis, wenn Du umziehst?“, „Gibt es Neuigkeiten vom Gericht?“. Dieser ganze Zustand, in dem nichts klar oder absehbar war, währte fast 8 Wochen.

Doch in Gegensatz zum einem Umfeld, das zum Teil regelrecht litt unter der Unklarheit, war ich entspannt und frohen Mutes – trotz der Unwägbarkeiten.

Warum konnte ich so locker bleiben?

Meine Gelassenheit kam aus der Zuversicht, dass alles gut werden wird.

In mir war immer die Gewissheit, dass sich alles zum Guten wenden und lösen wird, ganz gemäß dem Satz: Es ist gut, wenn es vorbei ist und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht vorbei.

„Schön und gut,“ denkst Du Dir vielleicht jetzt „ist ja ganz nett, dass die Stefanie so ein niedlicher Wonneproppen ist, aber wie bitteschön soll ich das hinbekommen? Schließlich bin ich nicht so ein optimistischer Typ und außerdem hatte ich die härtere Kindheit.“.

Ich verrate es Dir.

Der Schlüssel

Der Schlüssel ist – taataaataaataaaaaa:

Vertraue Dir selber!

Öha!
Lass‘ mich es Dir noch etwas genauer erklären:

Leider neigen wir dazu unsere Wahrnehmungen und Gefühle an denen der anderen zu messen. Schließlich lernen wir von klein auf, dass es immer einen gibt, der am besten ist und einen Loser. “Orientiere Dich am Gewinner, das kann so falsch nicht sein“, ist das Muster dahinter. Solange wir das tun, wenn es um das Ankreuzen von stupiden Multiple-Choice-Prüfungen geht, mag das einigermaßen zielführend sein. Sobald es aber um Dich als Mensch geht, ist das eine weniger gute Idee. Denn Du bist einzigartig und Deine Wahrnehmung ist einzigartig und Deine Wahrheit ist einzigartig.
Wenn Du nun also anderen statt Dir selber zuhörst, dann kann das dazu führen, dass Du sehr verwirrt bist, weil Deine innere Stimme Dir etwas anderes erzählt als all‘ die äußeren Marktschreier, die um Deine Aufmerksamkeit heischen.

In meinem Fall haben die Stimmen in meinem Umfeld Dinge gesagt wie: „Man muss doch wissen, wo man in 2 Monaten wohnen wird.“, „Aber dann müsstest Du ja die Praxis umziehen.“, „Ja aber dann reißt Du ja die Kinder aus dem Umfeld.“, oder „Das ist alles so unfair und traurig, da wird man ja ganz depri.“.

Ok, ich hatte die Wahl: Steige ich ein in dieses Feld aus Projektionen, Annahmen und miesen Gedanken
oder
bleibe ich bei mir, zentriert und wach und fühle, was es für den Moment braucht?

Wach, zentriert und im Gefühl für den Moment

Und ich kann Dir verraten, dass es eine gute Wahl war, mich für die zweite Variante zu entscheiden. Denn so war mir immer bewusst, was ich tun sollte, wann was dran war. Natürlich hätte ich mir auch manchmal mehr Klarheit gewünscht. Aber es war nicht so, dass ich mich von der Unklarheit hätte verunsichern lassen, denn ich wusste: Mein Bauch weiß, wann was dran ist und wann es welchen Schritt zu tun gilt.
Verrückt war, dass es eine ganze Weile gar nichts zu tun gab. Einfach nur warten. Wer kann das heute noch in einer Welt von Kontrolle, Wachstum, Geschwindigkeit und ständigem Online-Sein?

Meine Empfehlung:

Werde Dir bewusst, dass es in Dir eine Weisheit gibt, welche ihre eigene Geschwindigkeit hat. Halte inne und höre auf diese Weisheit. Und fang HEUTE damit an, damit wenn die großen Herausforderungen kommen, Du schon in der Lage bist, ihr zuzuhören.

Und dann ist es passiert:
Wir hatten die Fühler schon in gaaaanz viele Richtungen ausgestreckt, als uns das Haus in Utting gefunden hat. Ich kann es nicht anders sagen. Denn ich habe nicht aktiv in dieser Richtung gesucht, hegte ich doch einen gewissen Zweifel, dass es in diesem Bereich Bayerns für mich erschwingliche Immobilien gäbe. Gefehlt! Es gibt sie und sie hat sich gezeigt und nun dürfen wir dort einziehen.

Ich wusste es immer. Ich könnte nicht behaupten, dass ich wusste, dass wir nach Utting ziehen werden. Aber ich wusste: Da draußen wartet was auf Dich. Und es wird gut werden. Bleibe im Vertrauen auf Dich.

Und das ist mein Wunsch für Dich:

Bleibe auch Du immer mehr und immer öfters im Trauen auf Dich selber. DU weißt was gut für Dich ist. Lass‘ es Dir nicht von anderen sagen. Und je öfters Du Dir das bewusst machst und Du danach lebst, um so fester wird Deine Lebensüberzeugung, dass Du genau spürst, wann welcher Schritt dran ist.

Versprochen!

Alles Liebe
Stefanie

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Mut in bewegten Zeiten

Zur Zeit ist auf dieser Welt sehr sehr vieles in einer grandiosen Unordnung. Täglich stürmen Nachrichten von himmelschreienden Ungerechtigkeiten und – für meine Begriffe noch viel schlimmer – DUMMHEITEN, die die Menschheit begeht, auf uns ein.

Je mehr ich mich für Bewusstheit entscheide, um so mehr bekomme ich natürlich auch mit, was falsch läuft. Um so mehr sehe ich, wie wir täglich manipuliert werden und welche Spiele gespielt werden.

Wie nun halte ich die Balance zwischen dem Sehen von schlimmen Dingen, dem Erfahren von unguten Nachrichten und dem Wissen, dass manches sehr falsch läuft und der anderen Seite nicht zu verurteilen, nicht zu verzweifeln und keine Dauer-Schlechte-Laune zu bekommen?

Die gute Nachricht lautet: Es ist gar nicht so schwer, diese Balance zu finden.

Es gibt Vieles, sehr Vieles, was ich auf dieser Welt gerne ändern würde. Manche Dinge sind kleiner andere größer. Dass ich es ändern will, ist nur natürlich. Streben wir doch alle nach einem Zustand in dem es uns gut geht und wir in Frieden leben können.

Neulich habe ich mit einer Freundin telefoniert, die ebenso wie ich selbständig ist. Sie gestand mir (obwohl Ihr Vater auch noch Steuerberater ist), dass Sie echt ein Stress-Thema mit solchen Dingen wie Steuererklärung, Vorsteuer, Steuerrücklagen etc hat. Selbstverständlich möchte sie das ändern, denn wer hat schon gerne ein Thema mit der Steuer.

Oder ich selber. Ich bin sehr kritisch, was das Schulwesen angeht und habe meine liebe Not mit machen Dinge, unter anderem damit, was die neuesten Vorschläge der EU sind, was den Lehrplan für 3 – 16 Jährige angeht. Natürlich möchte ich das ändern! Am liebsten sofort!

Beide Themen sind aber nicht ganz so einfach zu ändern und meine Freundin und ich könnten verschiedene Reaktionsmöglichkeiten ausprobieren:

  • Wende ich z.B. die Vogel-Strauß-Taktik an, hoffe ich, dass der Kelch an mir vorübergeht und das Finanzamt mich vergisst bzw. meine Schule beschließt, den EU-Vorgaben zum Trotz beim alten Lehrplan zu bleiben.
  • Der Rebell würde aufs Finanzamt gehen und eine ordentliche Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen oder mit seinen Kindern gleich ins benachbarte Nicht-EU-Ausland auswandern.
  • Schließlich wäre es auch möglich mit Strategie, Mitstreitern und einen langem Atem über politische Wege die Steuergesetzgebung oder Lehrpläne zu ändern.

Alle diese Wege führen über das Außen, über die Anderen, über die Umstände und über die Gefühle von Wut, Ärger, Hoffnungslosigkeit, Machtlosigkeit.

Diese Wege sind in der Regel sehr anstrengend, aber sie sind uns sooooo vertraut. Deshalb vergessen wir, dass es einen leichteren Weg gibt. Er führt über das Innen.

Leichter geht es über Innen

Innen, in uns, da ist der Sitz unserer Überzeugungen, unserer Annahmen, unseres Grolls und des Stresses. Somit ist hier die Quelle für unsere Gefühle der Hoffnungslosigkeit und Frustration. Und da genau IN UNS diese Quelle ist, haben wir auch die Möglichkeit, diese Quelle mit etwas anderem sprudeln zu lassen. Es ist ein Bewusstseinsprozess zu erkennen, dass ich ICH es bin, die den Frust und Stress macht und dass somit ICH es bin, die mehr Leichtigkeit und Freude produzieren könnte.

Um beim Steuer-Beispiel meiner Freundin zu bleiben: Ich bin genau so selbständig wie sie und doch stresst mich das Thema Steuer nicht. Andersherum stresst sich meine Freundin kein bisschen in Sachen Lehrpläne.

Woran liegt das? Liegt das tatsächlich im Außen? An den Umständen? Es wäre ein Leichtes zu sagen, dass es daran läge. Doch meine Erfahrung sagt mir: Es liegt an unserer jeweiligen Einstellung, an unseren Grundüberzeugungen und Erfahrungen.

Die Technik für mehr Balance

Welches Thema triggert Dich so richtig? Wann wirst Du hoffnungslos oder frustriert?

Statt den Kopf in den Sand zu stecken, gehe in Dich. Suche die Stelle in Deinem Körper, an dem Du das Gefühl am allermeisten spürst. Dort ist die Quelle für Deinen Missmut. Sieh ihn Dir an und dann kommt der wichtige Moment:

Genau jetzt kannst Du entscheiden, dass Du etwas anderes wichtiger findest, als den Missmut.

Entscheide Dich dafür:

  • was Du in der Welt sehen willst.
  • Richte Deine Aufmerksamkeit auf den Wandel, auf das, was Dir gefällt.
  • Denn so wird eine Energie in Dir sein, die genau DAS in Dein Leben zieht.

Es gibt dazu ein Gleichnis aus dem Reich der Indianer

Ein alter Indianer saß am Lagerfeuer und erzählte seinem Enkel folgende Begebenheit:
„Weißt Du, wie es manchmal in mir aussieht? Es ist, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden.

Der eine ist rachsüchtig, destruktiv und gewaltvoll. Er ist der Neid, die Eifersucht, die Vorurteile, der Zorn und die Lügen. Der andere ist sanft, liebevoll und wohlwollend. Er ist die Liebe, die Güte, die Nachsicht, die Heiterkeit, das Mitgefühl und die Aufrichtigkeit. Und der Wolf der gewinnt, wird bestimmen, wie ich mich fühle.“
„Und, Großvater, welcher der beiden Wölfe wird den Kampf gewinnen?“, fragte der Enkel. Daraufhin antwortete ihm sein Großvater: „Es wird immer der Wolf gewinnen, den ich füttere.“

Dieses Gleichnis zeigt auf, dass es in uns immer verschiedene Regungen und Gefühle geben wird, aber dass wir selber entscheiden können, welchem wir Kraft geben. Probier‘s aus!

Die rosarote Brille

Ich habe hier noch einen Tipp von mir. Als ich begann diese Technik auszuprobieren, gab es oft eine innere Stimme in mir, die gesagt hat: „Das kannst Du doch nicht einfach machen. Das ist Verdrängung! Das ist ja New-Age-Rosa-Brille-Denken! Pfffft, voll feige.“

Falls Deine innere Stimme auch solche Sprüche auf Lager hat, dann habe ich hier gleich das Gegenmittel für Dich:

Es geht nicht darum, die Dinge NICHT MEHR zu sehen – das wäre ja die Vogel-Strauß-Taktik. Es geht darum Deine Aufmerksamkeit darauf zu richten, was Du gerne in Deinem Leben hättest. Es gibt nämlich das universelle Gesetz der Resonanz. Das bedeutet, dass das, was Du aussendest und visualisierst, das geht mit Dir in Resonanz und tritt somit verstärkt in Dein Leben.

Bares Geld sparen

Und dann kann es Dir durchaus passieren, dass ein Anruf beim Ordnungsamt genügt, um Dir 115,- EUR zu sparen. Das ist mir passiert, vergangenen Mittwoch.

Ich habe meine Aufmerksamkeit nicht darauf gerichtet, dass ich die Rechnung nicht bezahlen will, sondern ich habe meine Aufmerksamkeit darauf gerichtet, welchen Betrag ich mit Freude bereit bin zu bezahlen. Und es hat funktioniert. Am Freitag lag der neue,reduzierte Bescheid in meinem Briefkasten. Und das Telefonat mit dem Stadtbeamten war zudem richtig fröhlich. Er verabschiedete sich mit den Worten: „Frau Heidtmann, da haben wir ja jetzt eine Win-Win-Situation.“ Großartig, und er hatte dieses Gefühl, obwohl er mir gerade 115,- EUR Rabatt gegeben hatte.

Was ist eigentlich sonst noch möglich?

Ganz ganz viel Freude beim Neue-Gedanken-Kreieren

Stefanie

P.S.: Wenn Du gerne Unterstützung hättest bei dieser Art des Umdenkens, dann schau Dir mal die Impulstage an. In diesen Wokshops beschäftigen wir uns genau mit solchen genialen neuen Techniken. Mach mit!

Magnolienblueten

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Sehr individuelles Maedchen

Sei Du selbst – ein Plädoyer für die Individualität

inklusive sofort anwendbarem Werkzeug, wie Du mit Bewertungen und Projektionen umgehen kannst (unten).

Sagt die Blume am Wegesrand: „Was für Klamotten hast Du eigentlich wieder an?“. Denkt die Amsel auf dem Baum im Wald: „Du solltest vielleicht mal ein paar Pfund abnehmen.“ Kommentiert der Berg Deinen Weg: „Alter, Du warst auch schon fitter unterwegs.“
NEIN!
Tun sie natürlich nicht! Natur ist ohne Bewertung.

Menschen hingegen sind schnell parat mit Klebern und Schubladen. Mit Beurteilungen und Verunglimpfungen.
Die Menschen um Dich herum schleudern nur so um sich mit ihren Bewertungen, Kategorisierungen, Projektionen, Annahmen und Erwartungen. Lauthals oder gedacht. In Form von Werbung, direkter Kritik oder mit Blicken. In Form von Mobbing, Beförderungen oder Einladungen zu mehr oder weniger wichtigen Events.


standardisierte Reaktionen


Du bist ständig diesen, nennen wir es an dieser Stelle der Einfachheit halber mal ‚Energien‘, ausgesetzt. Und was Du von Kindesbeinen an lernst ist, dass Du Dich dem Ganzen entweder
a) fügst, indem Du Dich anpasst und alles ‚richtig‘ machst
b) widersetzt, indem Du mit voller Absicht genau das Gegenteil von ‚richtig‘ machst
c) oder entziehst, indem Du entweder physisch real oder rein träumerisch in eine andere Welt flüchtest.

Keine dieser standardisierten Reaktionen ist schlecht. Aber alle verhindern sie, dass Du DU bist bzw. wirst.

Wie sollst Du Dich ausleben und ausdrücken, wenn Du Dir ständig Gedanken darüber machst, was die ANDEREN darüber denken?

Du bist also vollauf damit beschäftigt auf die Erwartungen anderer zu reagieren. Damit fehlt Dir die Zeit, herauszufinden, wer Du bist. Zu erforschen, was Du gut findest und WAS DU WIRKLICH BRAUCHST, um völlig Du zu sein. Wir halten uns damit taub und somit kann es sein, dass ein latentes Gefühl von irgendwas fehlt mir in meinem Leben bei Dir rumhängt. Denn es bist Du, der Dir fehlt. Du hast keinen Kontakt zu Dir selber.

Warnung: Es kommen nun ein paar echt unangenehme Fragen. Wenn Du mehr über Dich erfahren möchtest, dann nimm Dir die Zeit und beantworte sie. Wenn Du willst, dass Dein Leben genau so bleibt wie es ist, dann beantworte sie auf keinen Fall.

Frage 1: Warum hast Du den Beruf (Studium / Ausbildung) ergriffen, den Du gerade ausübst?

Waren es die Verdienstaussichten? War es das Prestige, das am Titel hängt? Waren es die ausgesprochenen oder unausgesprochenen Erwartungen Deiner Familie? Wurde Dir gesagt, Du seist genau dafür gemacht? Oder vielleicht wurde Dir ja auch gesagt, was Du alles angeblich nicht kannst und Du hast Dich deshalb für einen ‚einfacheren‘ Job entschieden.
Oder hast Du aus vollem Herzen heraus gewählt, weil Du einfach WUSSTEST, dass Du GENAU DAFÜR auf dieser Erde bist?

Frage 2a): Warum bist Du mit genau dem Partner zusammen, mit dem Du gerade zusammen bist?

(Für Singles ist die nächste Frage 2b))
Bietet Dir der Partner (vermeintliche) finanzielle Sicherheit? Wertet Dich Dein Partner durch seinen Stand in der Gesellschaft auf? Konntest Du Deinen Partner jemandem Wegschnappen, der auch scharf auf diese Person war? Bist Du schon zu lange mit diesem Menschen zusammen, als dass Dein Umfeld, Deine Familie oder Freunde es verstehen würden, wenn Du Dich trennst? Bist Du mit ihm / ihr zusammen, weil Du gar nichts anderes mehr denken kannst? Weil Single-Sein einfach uncool ist oder der Beweis dafür, dass Du es nicht ‚geschafft‘ hast. Weil Du Angst hast, einsam und alleine zu sein? Oder vielleicht tut Dir Dein Partner leid. Ohne Dich kann er es nicht schaffen und wird ein jämmerliches Dasein fristen?

Oder hast Du Dich ganz bewusst für diese Partnerschaft entschieden, weil genau dieser Mensch Dich so sein lässt wie Du bist? Weil Du bereit bist, durch Dein Sein und Wesen diesen Menschen darin zu unterstützen noch größer, schöner und präsenter zu werden? Weil Du bereit bist alles zu geben, dass Eure Partnerschaft Euch dient, nährt und größtmögliche Freude im Leben beschert?

Frage 2b): Warum bist Du nicht in einer Partnerschaft?

Ist es viel zu anstrengend sich auf die Bedürfnisse eines anderen Menschen einzustellen und einzulassen? Hat Dich einfach keiner lieb und Du bist “too stupid for business, too ugly for love“ * ? Hast Du keine Zeit für eine Partnerschaft?

Oder hast Du Dich mit voller Klarheit und Liebe für ein Leben mit Dir entschieden? Bist Du Dir Dein bester Freund und weißt ganz genau, dass Du ohnehin mit allen Menschen auf diesem Planeten verbunden bist?

Frage 3: Warum kleidest Du Dich genau so, wie Du Dich kleidest?

Weil es vorgeschrieben ist? Weil sonst andere komische Gedanken über Dich denken könnten? Weil es ‚in‘ ist? Weil Du Dir nichts anderes leisten kannst?

Oder weil Du genau weißt, worin sich Dein Körper am wohlsten fühlt? Weil Du morgens Deinen Körper aus dem Kleiderschrank wählen lässt, genau so, wie Du ihn hast wählen lassen, als ihr shoppen wart.

Frage 4: Warum isst Du genau die Dinge (nicht), die Du (nicht) isst?

Weil sie gesund sind? Weil Dein Körper andere Dinge nicht verträgt? Weil sie billiger sind? Weil sie Einfluss auf Dein äußeres körperliches Erscheinungsbild haben? Weil sie (nicht) auf dem Tisch stehen?

Oder weil Du Deinen Körper gefragt hast, was er haben möchte? Weil Du verbunden bist mit der Weisheit Deines Körpers und es für Dich gar keine Frage ist, was gut für Dich ist?

Ich denke, dass Du inzwischen verstanden hast, worauf ich hinaus will. Die Essenz all dieser Fragen geht auf die Frage zurück:

Wer bist Du und was brauchst Du, um vollständig Du zu sein?

Unser Leben wäre um ein Vielfaches leichter und einfacher, wenn wir wüssten was wir wollen und uns dies auch zugestehen würden.


Individualität & Bewertung


 

„Moment, Moment!“, denkt es jetzt vielleicht in Dir. „Selbstverständlich weiß ich, was ich will und ich gestehe mir das auch zu. Immerhin habe ich genau das Auto, das ich fahren will, habe mir genau das Haus gebaut, das ich immer bauen wollte und fahre jedes Jahr woanders in den Urlaub.“ Das bringt mich zu der Frage, was Individualität eigentlich bedeutet. Und um gleich meine Meinung hinterherzuschieben: Ich glaube nicht, dass Individualität bedeutet, dass man sich sein Auto-Modell oder die Krawattenfarbe wählt. Ich glaube auch nicht, dass es bedeutet, einen gravierten Füller zu besitzen oder spezial-importierte Designer-Lampen aus Japan.

Individualität ist viel viel individueller. Jeder von uns ist einzigartig. Doch verbergen wir diese Tatsache hinter Markenkonsum und Kernfamilie. Hinter Pay-TV und Fußball-Club. Der Mut, wirklich das zu leben, was Dich besonders macht, ist unter die Räder gekommen. Unter die Räder der Gesellschaft, in der ich zu hören bekomme, dass 4-Jährige im Kindergarten nicht in die Vorschule dürfen, weil sie zur Einschulung sonst zu viel wissen. Eine Gesellschaft, die verlangt, dass alle 6 Jährigen schreiben lernen und Günther Jauch als weisen Mann feiert.

Diese Gesellschaft maßt sich an, Kinder vom Schuleintritt bis zum Schulabschluss zu bewerten. Woher zum Geier kommt die Berechtigung dafür? Stell Dir vor, morgen kommt Dein Chef zu Dir und bewertet alles was Du den lieben langen Tag so arbeitest. Oder Dein Partner gibt Dir Noten für Dein Betragen in der Partnerschaft und die Sauberkeit in der Küche (von Deinem Verhalten im Bett reden wir jetzt mal gar nicht…).
Wie bitte??
Früh schon fällt das Kind (bzw. die Individualität) in den Brunnen. Bereits im zarten Kindesalter beginnt es zur Normalität zu werden, dass andere über uns urteilen. Und das macht was mit uns. Auch wir wachsen in dieses Schema von bewerten hinein. Statt frei von Beurteilungen auszuprobieren und zu forschen, und zwar so lange bis ich meinen Kern, meine Berufung, meine Stärken und Leidenschaften entdeckt habe, versuche ich möglichst wenig negative Bewertungen abzubekommen. Möglichst selten dem Gefühl ausgesetzt zu sein, dass ich anders bin als die anderen.
Willkommen im Mainstream. Willkommen in der Gleichschaltung, Volkswagen, Autobahn und Reinheitsgebot.


Die Lösung: interessante Ansicht!


Wenn Du mir bis hierher mit meinen Ausführungen gefolgt bist, dann fragst Du Dich vermutlich langsam: „Das ist ja soweit alles stimmig. Aber was kann ich denn nun mit dieser Erkenntnis anfangen? Wie kann ich was ändern?“
Nichts leichter als das. Ich gebe Dir heute eines von drei Werkzeugen, die Du nutzen kannst, um aus diesem Teufelskreis von bewerten und bewertet werden auszubrechen.
Es lautet: Interessante Ansicht.
Dieses Werkzeug kommt immer dann zum Einsatz, wenn Du wahrnimmst, bzw. wahrzunehmen glaubst, dass Dich jemand bewertet. Dann denkst Du Dir: „Interessante Ansicht.“.
Wenn jemand seinen Ärger oder Unmut auf Dich projiziert, denkst Du: „Interessante Ansicht.“
Wenn jemand sich in seiner Opferhaltung suhlt und um Aufmerksamkeit damit heischt, denkst Du, oder wenn Du schon fortgeschritten bist, sagst Du: „Interessante Ansicht.“

Dadurch, dass “interessante Ansicht“ denkst, nimmst Du die Ladung aus allem, was Dich ansonsten treffen, verletzen oder aufregen würde. Du bleibst bei Dir und somit neutral. Und ich verspreche Dir hoch und heilig, dass das funktioniert. Ich übe diese Haltung schon eine Weile. Bevor ich “interessante Ansicht“ kannte, habe ich mit gewaltfreier Kommunikation reagiert. Damit war ich im Außen zwar politisch extrem korrekt unterwegs, aber frag nicht, wie es im Inneren dazu ausgesehen hat. Seit ich “interessante Ansicht“ benutze, bekomme ich keinen Puls mehr, wenn mir einer im Straßenverkehr seine Montags-Morgen-Laune angedeihen lässt, oder mir im Supermarkt quer kommt. Ja tatsächlich kommen viel weniger Leute überhaupt auf die Idee, mich mit ihren Bewertungen, ihrem Genörgel oder gar Angriffen zu erfreuen.

Dieses Werkzeug funktioniert nicht nur dann, wenn etwas aus dem Außen auf Dich einströmt, es funktioniert auch, wenn Du bei Dir selber entdeckst, dass Du gerade Dich oder andere bewertest. In dem Fall sagst Du einfach: „Interessante Ansicht, dass ich diese interessante Ansicht habe.“.
Denn:
Je weniger Du mit Projektionen, Bewertungen und Beurteilungen durch die Gegend gehst, um so weniger wirst Du ihnen ausgesetzt sein – das ist das Resonanz-Gesetz. Und wenn immer mehr Leute so agieren, dann wird es irgendwann so entspannt sein, als wären wir in der Natur. Weil auch wir aufgehört haben zu bewerten.
Das wär‘ schon verdammt cool, oder?

Ich grüße Dich von Herzen
Stefanie

P.S. In meinem nächsten Blog beschreibe ich Dir ein weiteres, sensationell einfaches und doch hoch wirksames Werkzeug, welches es Dir erlaubt, auf vollkommen neue Weise mit Bewertungen, Vorwürfen, Projektionen, Erwartungen usw. umzugehen. Dein Leben wir aus weniger Bluthochdruck und deutlich mehr Entspannung bestehen. Versprochen. Mehr dazu in Kürze. Daher:  Stay tuned!

Die Autorin, Stefanie Heidtmann, unterstützt Menschen in ihrer Praxis darin, wieder viel mehr sie selber zu  werden. Gemeinsam mit ihren Klienten findet sie heraus, was diese noch von der Umsetzung ihrer Träume und Visionen abhält. Und sie übt – ganz praktisch und pragmatisch – wie man im Leben zu mehr „interessanten Ansichten“ gelangt.

* Liedzeile von The Jellyfish Kiss

Die große Freude der kleinen Kartoffel

Es gibt unzählige Sprichworte, Weisheiten, Zitate über die Freude, die sinngemäß die Aussage teilen:
„Freude steckt in den kleinsten Dingen. Du kannst Dich über alles freuen, wenn Du es nur zulässt, dass Du die Freude spürst.“

Und dazu meine Frage:
Hast Du schon mal so richtig viel Freude beim Anblick einer Kartoffel empfunden?

Manche denken jetzt vielleicht an die Zeit in Deutschland, wo der Anblick von Kartoffeln Begeisterung, weil Überlebenssicherung, ausgelöst hat. Ich meine aber Dich selber. Wie ist es mit Dir? Hast Du Dich schon mal über eine Kartoffel gefreut?
Ich war sehr überrascht, als mir das widerfahren ist. Und das kam so:
Beim Heimradeln um die Mittagszeit herum konnte ich auf dem Acker in meiner Nachbarschaft beobachten, wie die Kartoffeln mit Hilfe einer Maschine geernet wurden. Es braucht hier dafür tatsächlich sechs Leute! Einer Fährt den Traktor mit Anhänger auf dem die Holzkisten stehen, in welche die Kartoffeln reinfallen. Einer fährt die Erntemaschine, die die Kartoffeln ausgräbt und dann rüber in die Holzkisten transportiert. Vier Leute stehen auf der Erntemaschine und sortieren Steine aus. VIER LEUTE! Der Bauer erzählte mir, dass es in Schrobenhausen nur eines Siebes bedarf, denn dort wachsen die Kartoffeln im Sand und der kann maschinell ausgesiebt werden. Dabei stellt sich mir die Frage:
Wie kann der heimische Bauer gegen den Preis des Schrobenhausener Bauerns bestehen? Aber das wäre ein anderer Blog.
Jedenfalls ist es so, dass die Maschine die kleinen Kartoffeln nicht aufnimmt, die bleiben auf dem Acker und vergammeln. Gute, kleine Kartoffeln. Es sei denn, es kommt ein Mensch, bückt sich und sammelt sie ohne Maschine ein. Dies geschieht eher selten, da es sich für den Bauer nicht lohnt.
Ich fand die Vorstellung, mit meinen Kindern ein paar Kartoffeln zu sammeln allerdings sehr attraktiv (pädagogisch wertvoll – nicht dass meine Kinder später denken, dass Kartoffeln an Bäumen oder in den Tüten von Herrn Chio wachsen), fragte um Erlaubnis und bekam sie.

Ausgerüstet mit Taschen und Eimern begannen wir später mit dem Einsammeln. Einige der herumliegenden Knollen hatten leider einen Riss oder sonstigen Schaden, weil der Traktor beim Hin- und Herfahren drübergefahren war.

Beim Rumkriechen auf dem Boden konnte ich irgendwann erkennen, dass zwischen dem plattgefahrenen Erdboden immer wieder einzelne Hügelchen lockerer, dunkler Erde verblieben waren. Und wie ich so meine Finger in eines dieser Hügelchen steckte, fiel mir unversehens eine erdige, heile, wunderschöne Kartoffel in die Hand. Welch‘ Überraschung, welche Freude: Dort drin waren noch eininge wunderbare, ganze Knollen versteckt!
Ich wühlte weiter in den Erdhügeln und immer wieder Kartoffelglück! Ich fühlte mich ein Bisschen wie ein Goldschürfer damals am Klondike River.

Dankbar für diesen Moment, dankbar, dass der Bauer unser Schürfen erlaubt hat. Eine kleine Ode an die Freude! Habt auch Ihr schon mal Euer eigenes “Kartoffelglück” gehabt? Schreibt gerne davon in einem Kommentar zu diesem Blog.

Ach ja, Jan Delay hat übrigens einen genialen Song über Kartoffeln gemacht.

Erdige Grüße
Stefanie

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