Wie ich das Leben sehe

Philosophie bedeutet, die Welt und die menschliche Existenz zu deuten. Ich glaube, ein jeder Mensch versucht auf seine Art und Weise die Welt zu verstehen. Der eine orientiert sich daran, was bewiesen und messbar ist. Ich gehöre eher zu den Menschen, die an das glauben, was sie wahrnehmen. Es war ein weiter Weg dahin. Aufgewachsen in einem sehr gebildeten Elternhaus, in dem Meinung und Wissen ganz große Werte waren, lernte ich wenig über Übersinnlichkeit, Emotionen, Bauchgefühl. Nicht nur ein Mal brachen auf meinem Weg Welten für mich zusammen, fühlte ich mich sehr orientierungslos und alleine. Was verdammt noch mal ist wahr? Woran soll ich mich orientieren? Wer kann Vorbild für mich sein? Nach elf Jahren des Suchens, Forschens, Ausprobierens kann ich heute ein paar Grundfesten meiner eigenen Philosophie benennen. Diese geben mir Kraft, wenn’s mal nicht so einfach ist. Sie erklären für mich die Welt, wie sie funktioniert. Und sie sind ständig im Wandel.

Richtig und falsch gibt es nicht

Einer meiner größten Lehrer, Clinton Callahan, sagt gerne: „Es kommt nicht darauf an, etwas danach zu beurteilen, ob Du es gut oder schlecht findest. Es kommt darauf an, ob Du das Ergebnis in Deinem Leben haben willst.“

Als ich dieser Ansicht vor über 8 Jahren das erste Mal begegnet bin, hat das mein Weltbild ziemlich auf den Kopf gestellt. Immerhin hatte ich Jura studiert und bin Rechtsanwältin geworden. Und auf einmal sollen gut und schlecht, richtig und falsch, keine Rolle mehr spielen? Der Knackpunkt liegt im zweiten Satz: Es kommt auf das Ergebnis an.

Und ja, es gab in meinem Leben ziemlich viele Ergebnisse, die ich so nicht haben wollte – obwohl ich doch vermeintlich alles richtig gemacht hatte. Vom gewünschten Ergebnis her zu denken ist seitdem zu einer zentralen Denkweise von mir geworden. Egal ob privat oder wenn ich mit Klienten arbeite. Der Satz, den Du früher oder später in jedem Training, Seminar oder Coaching von mir zu hören bekommen wirst, ist: „Willst Du das so in Deinem Leben haben? Oder möchtest Du ein anderes Ergebnis?“.

Verantwortlichkeit macht Spaß

Die größte Ermächtigung die mir begegnet ist, seitdem ich mein Leben bewusst in die Hand genommen habe, ist, dass ich die Verantwortung für alles trage, was mir widerfährt. Andersherum ausgedrückt: nichts, was mir widerfährt, ist zufällig.

Krasse Ansicht, ich weiß. Es hat lange gedauert, bis ich in der Lage war, diese recht polarisierende Meinung auch nach außen zu vertreten. Und es geht mir nicht darum, Dich von dieser Meinung zu überzeugen. Was mir am Herzen liegt ist, öffentlich zu machen, dass ich der Ansicht bin, dass wenn wir die volle Verantwortung für alles übernehmen, was uns geschieht (bzw. was wir uns kreieren, s.u.), dann ist das die allergrößte Ermächtigung, die wir uns überhaupt selber schenken können! Denn wenn ich die Verantwortung habe bin ich das Gegenteil eines Opfers. Ich bin ein Macher. Ich sitze am Hebel und bin nicht dem Unbill von was-auch-immer ausgesetzt. Und das macht jede Menge Spaß!

Verantwortung
Coaching lässt Dich kreieren!

Kreieren ist unsere mächtigste Fähigkeit

Ich glaube, dass wir Menschen entweder bewusst oder unbewusst zu 100% unser jeweiliges Leben kreieren. Wobei ich auch glaube, dass das Verhältnis bei den Allermeisten etwa 10% bewusst zu 90% unbewusst ist. Was das genau bedeutet? Das bedeutet, dass Du in Deinem Leben genau das erhälst, worum Du bittest. Nur leider leider bist Du Dir in aller Regel nicht bewusst, um was Du bittest.