Über mich, Stefanie

Erfolgreiche Lebensläufe beginnen z.B. so:

Mit 17 Jahren machte ich Abitur (1,9) und studierte dann erfolgreich nach Auslandsaufenthalten in den USA (Wisconsin) und Spanien (Madrid) in Würzburg und Barcelona Jura (2x befriedigend). 2000 erhielt ich dann die Zulassung zur Anwaltschaft. Pünktchen, Pünktchen, Pünktchen.
Allerdings ging es in meinem Leben dann nicht ganz so linear weiter. Sondern eher turbulent. Mal bunt, mal schmerzhaft.

2006 wurde Snowboardcross olympisch

Im Winter 2005 war es fast so weit: Ich war auf Listenplatz 3 der deutschen Snowboardcross-Rangliste und hatte schon fast genügend Punkte für die Olympia-Qualifikation gesammelt. Nur noch ein paar Rennen, ein paar Punkte – Turin war in greifbarer Nähe! Während eines Renn-Trainingslaufes entschied ich mich zu spät zum Sprung, dachte, ich könnte die Welle wegdrücken. Doch ich war zu schnell, hob ab und knallte unkontrolliert auf den nächsten Hügel.

Stechende Schmerzen im Knie

Mir war in dem Moment klar: „Das war’s.“. Wahr haben wollte ich es nicht. Also rutschte ich, natürlich ohne um Hilfe zu bitten, den Hang hinunter und schaffte es irgendwie mit dem Auto nach Innsbruck in die Klinik. Dann begann eine OP- und Therapie-Odysse über anderthalb Jahre.
Ich erinnere mich noch heute an den Moment, etwa ein halbes Jahr nach dem Unfall, als ich heulend mit dem Telefon am Boden saß und mein Freund mich bekniete, ich solle mich doch endlich von dieser verdammten Rangliste streichen lassen, statt zuzusehen, wie ich nach unten durchgereicht werde. Es war der Horror.

Heute weiß ich, dass dieses Ereignis mit das Beste war, was mir im Leben passiert ist.

Warum?

Weil ich endlich die Augen aufmachen musste. Ich konnte nicht länger in meinem Bürojob als Volljuristin arbeiten, weil ich nicht mal sitzen konnte. Also lag ich im Bett und dachte nach. Ich erkannte, dass ich gefangen war in einem Hamsterrad aus Leistung, Zahlen und funktionieren, und dass ich das alles nur durchgehalten hatte, weil meine Leidenschaft, das Snowboarden, mich bis zum nächsten Montag so stark betäubte, dass ich die nächste 60-Stunden-Woche als Selbständige durchhielt.

Meine Verletzung machte mich stark genug auszusteigen und was völlig Neues auszuprobieren.

Ich zog nach München, nahm einen Sekretärinnen-Job an und finanzierte mir so das Studium der Osteopathie, meine Heilpraktiker-Ausbildung und die Trainings zur Coach.
Ich begann zu leben! Endlich mit dem Gefühl, etwas Sinnvolles mit meinem Leben anzufangen.

Und weil ich ein rechter Sturkopf bin und oft genug die Hinweise des Schicksals auch in Folge erst dann hören wollte, wenn sie drastisch auf mich einprasselten, wurden mir noch ein paar Steine in den Weg gelegt. Zwei Fehlgeburten, ein Frühgeborenes und eine Schwangerschaft von Monat 2 – 8 im Bett, gaben mir weitere Gelegenheiten, meinen Weg zu überdenken. Als schließlich 2012 auch noch meine Beziehung in Trümmern vor mir lag, hatte ich immerhin schon so viel gelernt, dass ich das Beste daraus ziehen konnte:

Nämlich die Erkenntnis, dass wenn ich etwas anderes in meinem Leben haben will, dann muss ICH mich ändern.

Die Wurzel für alles, Freud wie Leid, Freundschaft und Feindschaft, Liebe und Hass, liegt in mir.

Das zu durchschauen war zutiefst beruhigend für mich. Bedeutet es doch nichts anderes, als dass ich mein Leben gestalten kann und dass alles einen Sinn hat.

Und seither bin ich auf der Suche nach Werkzeugen, mit denen ich meine Gestaltungsfreiheit leben kann. Und ich habe eine Menge gefunden.

Und das ist Dein Vorteil:

Du musst Dich nicht schwer verletzen oder Deine Beziehung an die Wand fahren, um Umzudenken oder Änderung in Dein Leben zu holen! Ich teile nur zu gerne was ich weiß und gebe weiter, was ich kann.

So gesehen ist mein Job nicht nur Beruf sondern Hobby gleichzeitig. Ich kann mir nicht vorstellen mit 60 in Rente zu gehen. Warum auch? Ich kann auch noch mit 70 Jahren das tun, was mir am meisten Freude macht: Menschen ermächtigen.

Und natürlich arbeite ich nicht den ganzen Tag. Ich liebe meine Familie, meinen Partner und verbringe gerne Zeit mit ihnen und Freunden in der Natur. Beim Wandern und Radeln, am See oder im Wald. Ich mache gerne Yoga und meine Medtiationen sind mir heilig. Kochen und Backen sind für mich Soul-Food der allerfeinsten Sorte, besonderes wenn Freunde oder Familie mit in der Küche werkeln. Pot-Luck-Dinner und spontane Grill-Nachmittage genieße ich sehr. Und meine Nase stecke ich immer wieder in Workshops,um mir Inspiration bei alten und neuen Lehrern zu holen.

Wie wird es noch besser!?

Ich jedenfalls liebe meinen sehr nicht-linearen Lebenslauf inzwischen sehr. Auch wenn es nicht immer einfach war. Auch wenn mich nicht immer alle Menschen verstehen konnten. Inzwischen kann ich mich ganz und gar dem Bonmot anschließen:

„Wenn Menschen ein Problem mit mir haben, dann dürfen sie es gerne behalten. Es ist schließlich ihres.“

Danke an alle, die mich bislang auf meinem Weg unterstützt haben, an mich geglaubt haben, mir Kraft gaben und für mich da waren!

Hier ein paar Namen von Menschen, die mir zur Seite standen. Und es ist nur die Spitze des Eisberges. Dank auch an alle (noch) nicht Genannten:

Adriana Garcia, Andrea Hofmann, Anja Muchan, Anja Schönfuß, Anne Schmid, Barbara Schiessl, Benno Michael-Lohs, Birgit Daube, Birgit Thassler, Carim Müller, Carolin Otzelberger, Chiaki Sasaki, Clinton Callahan, Cornelius Butz, Cornelius Müller, Dagmar Thürnagel, Dahlia Abramovic, Daniel Hildmann, Diana Needham, Dirk Schröder, Elaine Montrastelli, Ennikö Glück, Evi Winkler, Florentine Kreder, Gene Montrastelli, Gerhard Stengelin, Gertrud Winkler, Gudrun Grebenstein, Hannes Heidtmann, Jess Böhm, Judit Focht, Kari Mitchel, Katharina Förs, Katharina Kaifler, Kristy Rackham, Marga Heidtmann, Marion Callahan, Marcus Pilger, Markus Grebenstein, Martina Unger, Maurice Grimm, Melissa v. Harrach, Michael Hallinger, Nicola Nagel, Norman Brown, Otto Bruggmoser, Otto Heidtmann, Otto Winkler, Pamela Bruner, Peter Heidtmann, Petra Schweiger, Rhea Bredel, Robert Förg, Rolf Grebenstein, Shanti Kalbati, Silvia Bosio, Simone Gromer, Sonia Willaredt, Stephan Bulling, Susanne Ingber, Tassilo Willaredt, Thomas Kreder, Thomas Nüßeler, Thomas Schmid, Tilo Eichinger, Uta Heidtmann, Yann Castell